ARCHIV

Hommage zum 10. Todestag von Arthur West
Montag, 16. August 2010, 19.00, Republikanischer Club, Rockhgasse 1, 1010 Wien
 

Programm:
Christoph Kepplinger: Arthur West – zur Einführung
Konstantin Kaiser: Arthur West, die Free Austrian Youth, Theodor Kramer und das Festhalten an den Vorsätzen, mit denen man nach Österreich zurückkehrte
Gerald Grassl: Zwischen den Kulturen – der journalistische Poet des Widersetzlichen

Lesung: Ottwald John

 
Eine Veranstaltung der Alfred Klahr Gesellschaft und Theodor Kramer Gesellschaft



Franz Hebenstreit (1747–1795). Rehabilitierung eines frühen Demokraten
– Wiederaufnahme eines Verfahrens

Montag, 28. Juni 2010, 19 Uhr, Wiener Rathaus, Festsaal Lichtenfelsgasse 2, Feststiege I, 1010 Wien


Der Bürgermeister der Bundeshauptstadt Wien, Dr. Michael Häupl, und der amtsführende Stadtrat für Kultur und Wissenschaft, Dr. Andreas Mailath-Pokorny laden ein zu einer
Wiener Vorlesung Franz Hebenstreit (1747B1795) Rehabilitierung eines frühen Demokraten. Wiederaufnahme eines Verfahrens
mit Andrea Maria Dusl, Hubert Christian Ehalt, Alexander Emanuely, Norbert Gerstberger, Beate Matschnig, Heinz Mayer, Werner Ogris, Arno Pilgram, Ernst Wangermann

Am 8. Jänner 1795 wurde Franz Hebenstreit, Schriftsteller, Freimaurer, Offizier und erster prominenter Republikaner Österreichs, wegen Hochverrat in Wien gehängt. Sein Tod und die Aburteilung vieler seiner MitstreiterInnen, die als `Wiener JakobinerA bezeichnet wurden, bedeutete das Ende das Ende der politisch aktiven Aufklärung in Österreich.
Franz Hebenstreit wurde nicht nur Opfer einer Politjustiz; es wurde auch die Erinnerung an ihn aus dem kollektiven Geschichtsbewusstsein gelöscht. Die `Wiener JakobinerA, die österreichischen AufklärerInnen, die radikalen DemokratInnen sind im 19. Jahrhundert totgeschwiegen worden und im 21. Jahrhundert so gut wie vergessen.

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Eröffnung der Ausstellung "Unsichere Räume"
Dienstag, 29. Juni 2010, 19 Uhr, FLAT 1 temporary, Schikanedergasse 2 1040 Wien

Martin Bilinovac (A)
Matthias Buch (A)
Anna Mitterer (A, IRL)
Bettina Nürnberg (D)
Katherina Olschbaur (A)
Dirk Peuker (D)
Igor Sevcuk (NL)
Miriam Visaczki (D)
Claire Waffel (D)

Die Ausstellung setzt sich thematisch mit dem Verschwinden von Räumen, im besonderen mit jenen, die den Totalitarismen der Moderne zum Opfer gefallen sind, auseinander. Im Rahmen dieser Auseinandersetzung stellt sich für uns die Frage, wie die Suche nach einer vergangenen Zeit, nach einem verlorenen Ort in eine zeitgenössische künstlerische Reflexion transferiert werden kann. Die Ausstellung umfasst die Medien Malerei, Fotografie, Film und Installation und versucht konzeptuelle und freie bildnerische Herangehensweisen zu kombinieren. Einen Verknüpfungs- und Ausgangspunkt der gezeigten Arbeiten bildet das Reisen, das sowohl als tatsächliche Bewegung im Raum, als auch als fiktive oder innere Bewegung verstanden werden kann.

Zu sehen auch bis 30.7.2010, Öffnungszeiten jeweils Donnerstag, 18-21 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung: 0681 10451586. 

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THEODOR KRAMER PREIS FÜR SCHREIBEN IM WIDERSTAND UND IM EXIL "2010
an Elazar
Beyoëtz (Jerusalem)

Programm der Veranstaltungen zum Theodor Kramer Preis 2010 

„Messianisches Splitterwerk“
Dienstag, 25. Mai, 19:30, Literaturhaus Salzburg, Strubergasse 23


Konstantin Kaiser führt ein. Elazar Benyoëtz liest und beantwortet seine Fragen – und vielleicht auch die der ZuhörerInnen.

„Die Zukunft sitzt uns im Nacken“
Mittwoch, 26. Mai, 19:30, Psychosoziales Zentrum ESRA, 1020 Wien, Tempelgasse 5


Elazar Benyoëtz liest und Konstantin Kaiser leitet ein.
Musikalische Begleitung: Alexander Shevchenko.
Es ist erlaubt zu philosophieren. Schon die Titel der zahlreichen in großen und kleinen Verlagen erschienenen Bücher Benyoëtz‘ lesen sich wie Sinnsprüche: Der Mensch besteht von Fall zu Fall, Finden macht das Suchen leichter, Alle Siege werden davongetragen.
Nicht nach dem Doppel- oder Widersinn der Wörter geht sein Trachten, sondern nach der wahren Bedeutung des Worts, die sich entweder als ein schwerer Schatten oder als eine lichte Aureole über seinen Alltagsgebrauch legt.

Wir bitten um Anmeldung: ESRA, Tel. 01/214 90 14 oder eMail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.   Bitte bringen Sie wegen der notwendigen Sicherheitsmaßnahmen einen amtlichen Lichtbildausweis mit!  

Kurzbiographie des Preisträgers
Elazar Benyoëtz
wurde als Paul Koppel 1937 in Wiener Neustadt geboren und flüchtete 1939 mit den Eltern nach Palästina. Er wuchs in Jerusalem in hebräischer Sprache auf, absolvierte ein Rabbinatsstudium, übte den Beruf aber nie aus. 1957 erster hebräischer Gedichtband, dem sechs weitere folgten. 1964‑68 lebte er in Berlin (BRD), wo er 1965 die später in Frankfurt/M. fortgesetzte Bibliographia Judaica begründete. 1968 Rückkehr nach Jerusalem, wo er die Miniaturenmalerin und Kalligraphin Renée Koppel (Künstlername Metavel) heiratete. Berühmt ist er als Aphoristiker. Fragen der Metaphysik und des Verhältnisses von Deutschen und Juden beschäftigen ihn vielfach in seinen Werken. 1988 erhielt er den Adelbert von Chamisso‑Preis. Er schreibt in deutscher und hebräischer Sprache Essays, Gedichte, Aphorismen, Briefe (für ihn eine Kunstform) und lebt in Jerusalem. Der hebräische Name Benyoëtz bedeutet "Sohn des Ratgebers". 2004 erhielt er zusammen mit Robert Menasse den Joseph‑Breitbach‑Preis, 2009 das Österr. Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse. - Seine Bücher erschienen u.a. im renommierten Hanser Verlag (München, Wien) und zuletzt auch im Wiener Braumüller Verlag.

Genaues Programm und die Termine der weiteren Lesungen in Wien, Linz, Salzburg, München werden noch bekannt gegeben.

In Zusammenarbeit mit dem Unabhängigen Literaturhaus Niederösterreich (Krems) und mit Unterstützung des Landes Niederösterreich, der Stadt Wien und des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur

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„Der Boden unter meinen Füßen“
Montag, 31. Mai, 19:30, Literaturhaus, 1070 Wien, Zieglergasse 26a


Eva Kollisch liest aus ihrem Buch (erschienen im Czernin
Verlag); Einführung: Siglinde Bolbecher. (Veranstaltung
der Österr. Exilbibliothek und der FrauenAG in der Österr.
Gesellschaft für Exilforschung). 

 

Der vergessene Widerstand
Freitag, 14. Mai 2010, 17-18 Uhr, ULNOE, Krems, Steiner Landstraße 3


Vortrag von Robert Streibel über das Projekt zur Geschichte des Franz Zeller-Platzes, des Platzes vor der Kunsthalle Krems.
Lesung aus den Abschiedsbriefen von Franz Zeller.

Die drei kommunistischen Widerstandskämpfer Ferdinand Strasser,  Johann Hoffmann und Franz Zeller wurden am 12. Juni 1942 zum Tod verurteilt und am 30. September 1942 hingerichtet - wegen Verbreitung illegaler Flugschriften und Geldsammlung ("Rote Hilfe") für die Familien Inhaftierter.
Der Abschiedsbrief Zellers an seine Eltern endet mit den Worten: "Nun liebe Eltern, nehme ich Abschied für immer von Euch ... Bewahrt mir ein gutes Andenken ... Nun Gute Nacht meine lieben Eltern, Gute Nacht."
Eine Leuchtschrift mit den Worten "Nun Gute Nacht" soll das Schicksal Franz Zellers in Erinnerung rufen (Projekt: Robert Streibel, Gregor Kremser).

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Theodor Kramer-Preisverleihung statt.


Feierliche Verleihung des 10. Theodor Kramer Preises an Elazar Benyoëtz
Freitag, 14. Mai 2010, 19 Uhr, ehem. Minoritenkirche Krems-Stein


Programm:
Begrüßung: Vera Schwarzinger (ULNOE), Karl Müller (TKG)
Laudatio: Daniela Strigl
Dankesworte und Lesung: Elazar Benyoëtz
Musikalische Begleitung: Alexander Shevchenko (Akkordeon)
Grußworte: VertreterIn des Landes NÖ; Gerhard Jaschke (GAV)

Die Laudatorin Daniela Strigl schrieb u.a. über Theodor Kramer und Marlen Haushofer, publiziert Essays und Kritiken in überregionalen Medien und war von 2003 bis 2008 Jurorin beim Ingeborg-Bachmann-Preis. Derzeit Assistentin am Institut für Germanistik in Wien. Zuletzt u.a. Mitherausgeberin der großen Exillyrik-Anthologie „In welcher Sprache träumen Sie?“

Der Akkordeonspieler Alexander Shevchenko ist aufgewachsen in der Ukraine, 1996 Diplom an der Musikhochschule in Nischnij Nowgorod (Russland) als Solist auf dem Bajan (russ. Knopfakkordeon) und als Dirigent. Seit 1998 als Solist, Theatermusiker und Mitglied des „Ensemble Klesmer Wien“ und der Musikgruppe „de nous“ in Wien tätig.

Empfang gegeben mit freundlicher Unterstützung von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll

Eintritt frei, Spenden erwünscht!

Um Anmeldung wird gebeten:
ULNOE, Tel. 02732-72884, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. ; oder: TKG, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. bzw. +43 1 7208384.

Shuttle-Bus für BesucherInnen aus Wien: Anmeldung erforderlich (TKG, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. bzw. +43 1 7208384)! Abfahrt Wien 15:30 Nachtbus Haltestelle Schwedenplatz, Rückfahrt 22:30. Kostenbeitrag: Euro 10,-

Wir danken den Kooperationspartnern Unabhängiges Literaturhaus NÖ (ULNOE) und der Grazer AutorInnenversammlung (GAV) und den Förderern:
Land Niederösterreich, Stadt Wien, Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur. Unser besonderer Dank gilt der Österreichischen Gesellschaft für Literatur und der Botschaft des Staates Israel in Österreich.

Die Theodor Kramer Gesellschaft „... hat bei der Verleihung des Theodor Kramer Preises eine gute und glückliche Hand bewiesen. Sie hat, soweit ich es verfolgen konnte, die richtigen Persönlichkeiten ausgewählt, mitunter enge Freunde von mir und Menschen, die ich bewunderte. Das ist nicht selbstverständlich, denn von den höchsten Preisen bis zu den obskursten wird oft die falsche Wahl getroffen; und wenn einmal in der Welt das Richtige gemacht wird, weitet sich einem das Herz, weil dies so selten geschieht.“ Egon Schwarz, geboren in Wien, heute St. Louis (USA)

„Ich bin mir immer voraus“
Montag, 17. Mai, 19:30, StifterHaus, Linz, Adalbert-Stifter-Platz 1

Elazar Benyoëtz liest aus seinem Werk.
Einleitung: Daniela Strigl

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Maximilian Reich Weg in Wien Floridsdorf
Montag, 10. Mai, 16 Uhr, Jedlersdorfer Straße Nr. 299
Mit einem kleinen Festakt wird der Maximilian Reich Weg eröffnet.

Maximilian Reich war einer der ersten Sportjournalisten Österreichs. Am 17. März 1938 wurde er verhaftet und am 1. April mit dem sogenannten Prominententransport ins KZ Dachau, im September ins KZ Buchenwald deportiert. Durch die unerschrockenen Bemühungen seiner "arischen" Frau
Emilie um ein Ausreisevisum, wurde er im Oktober entlassen und flüchtete im November nach England. 1946 kehrte er nach Wien zurück und leitete den neugegründeten "Wiener Montag". Reich starb 1952 in Wien. Maximilian Reich verfaßte nach seiner Ankunft im englischen Exil seinen KZ-Bericht, um vor den Verbrechen, die in Deutschland im Gang waren zu warnen; fand jedoch für sein Manuskript keinen Verleger. 2007 erschien es im Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft:

Mehr Informationen zu dem Buch unter "Backlist"

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"Bewegtes Exil"
Dienstag, 20. April, 19 Uhr, Republikanischer Club, 1010 Wien, Rockhg. 1


Hans Reichenfeld (Ottawa) und Ludwig Laher präsentieren Reichenfelds Exilerinnerungen und lesen aus dem Buch:

Hans Reichenfeld: Bewegtes Exil. Auf der Suche nach einer Zukunft. Aus dem Englischen von Katharina und Ludwig Laher. Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2010. Ca. 280 S. Euro 21,-  (Buchreihe „anders erinnern“, Band 4). ISBN 978-3-901602-40-5

Das Buch ist das Produkt einer Freundschaft zwischen einem österreichischen Autor und einem Exilierten.

Wir bitten im Anschluß zu einem Glas Wein.
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Traude Bollauf: Dienstboten-Emigration 1938/39
Donnerstag  22. April, 18:00, Institut für Österreichkunde, 1010 Wien, Hanuschgasse 3/1/3

Wie jüdische Frauen aus Österreich und Deutschland nach England flüchten konnten. Moderation: Siglinde Bolbecher. Eine Kooperation mit dem Institut für Österreichkunde
Ort: 1010 Wien, Hanuschgasse 3/1/3
Rund ein Drittel aller Flüchtlinge aus NS-Deutschland und dem ehemaligen Österreich, etwa 20.000 jüdische Frauen, fanden in Großbritannien Zuflucht. Österreicherinnen war dabei deutlich überrepräsentiert. Ihr Fluchtdokument war das Domestic Permit, eine Beschäftigungsbewilligung für ausländisches Hauspersonal. Thematisiert wird, wie diese "Arbeitsmigration" zugleich Fluchtbewegung wurde, und welche sozialen Erfahrungen die sogenannten Refugee Domestic Servants in britischen Haushalten machten - und nach Kriegsende die große Frage: Heimkehren - Bleiben - Weiterwandern?

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"Ich lebe in der Apokalypse" - Matinee zum 100. Geburtsjahr Ulrich Bechers
Sonntag, 25. April, 11:00 Uhr im Theater Nestroyhof – Hamakom, 1020 Wien, Nestroyplatz 1

Anja und Martin Roda Becher lesen aus Ulrich Bechers Briefen an die Eltern im Exil

Der aufstrebende Schriftsteller Ulrich Becher wird durch die Machteinsetzung Hitlers am 30. Jänner 1933 zu einem „Niemand“ – so heißt auch sein Stück, dessen Uraufführung in Berlin verboten wird. Er flieht aus Deutschland und durchstreift unstet das noch freie Europa. Das Exil macht ihn abhängig von den Zuwendungen des vermögenden Vaters. Erst nach und nach begreifen Eltern und Sohn die Situation: daß es nun ums nackte Überleben geht, nicht um eine literarische Karriere. Letztlich bleibt Becher und seiner Frau Dana, Tochter von Alexander Roda Roda, nur die Flucht nach Brasilien. 1944 gelingt die Weiteremigration nach New York. Hier schreibt er mit dem Wiener Schauspieler Peter Preses die tragische Posse „Der Bockerer“.
Ulrich Becher (1910 Berlin – 1990 Basel), flüchtete 1933 nach Österreich, 1938 in die Schweiz. 1938 wurde er österreichischer Staatsbürger. („Ich bin Österreicher geworden, weil ein Österreicher namens Hitler Deutscher geworden ist.“) 1941 wurde sein „Gesamtwerk“ im Großdeutschen Reich verboten. 1948 kehrte Becher zur Uraufführung des „Bockerer“
nach Wien zurück. Er lebte in Österreich, Deutschland und der Schweiz, seit 1954 überwiegend in Basel.

Martin Roda Becher, geb. 1944 in New York City. Schriftsteller, Drehbuchautor, Literaturkritiker, Verfasser von Romanen und Erzählungen, Drehbüchern, Hörspielen, Theaterstücken; Mitarbeiter verschiedener Zeitungen, Zeitschriften und Rundfunksender. Sohn von Ulrich und Dana Becher. Wuchs in Wien, Basel, München und Berlin auf. 1965-68 Schauspiel- und Regieausbildung; Drehbuchautor für Spiel- und Dokumentarfilmproduktionen. Lebt als freier Schriftsteller in Basel.

Anja Becher, geb. 1977 in Basel, Schauspielausbildung in Wien und Zürich, ist Ensemblemitglied der Helmut Förnbacher Theater Company in Basel. Gastauftritte bei Sommerfestspielen, u.a. in Perchtoldsdorf, beim Schloss Weitra Festival; Fernsehrollen, Lesungen...
(Dana, Martin und Ulrich Becher, 1952)
Ulrich Becher: "Ich lebe in der Apokalypse". Briefe an die Eltern.
Herausgegeben und eingeleitet von Martin Roda Becher in Zusammenarbeit mit Dieter Häner und Marina Sommer. Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2010. Ca. 200 S. ISBN 978-3-901602-39-9. ca. Euro 21,-. 
Buchausgabe aus Anlaß des 100. Geburtstages Ulrich Bechers (geb. 2.1.1910) erscheint im Juni 2010 im Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft.

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Die Väter im Exil
Montag, 26. April 2010, 19:00, Literarisches Quartier Alte Schmiede, 1010 Wien, Schönlaterng. 9
Mit Siglinde Bolbecher, Herbert (Harry) Kuhner, Martin Roda Becher.

Einleitung: Konstantin Kaiser

Väter im Exil sind aus der Bahn geworfene, oft nicht mehr vorhandene oder ganz klein gewordene Gestalten, Menschen, über die Günther Anders in "Post festum" schreibt:
"Nicht jugendlich waren wir, sondern unerwachsen. Während Jugendliche noch nicht erwachsen sind, waren wir noch immer nicht erwachsen, in den schlimmsten Fällen biographischer Desorientierung sogar nicht mehr erwachsen."
Man stößt sich also ab von den Vätern, und doch bleiben sie gegenwärtig, ob nun ihr Bild literarisch gestaltet wird, oder ob sie nur eine genau umschriebene Leerstelle besetzen.
Siglinde Bolbecher erinnert an Stella Rotenberg, deren Vater in Maly Trostinec ermordet wurde, Harry Kuhner zeugt vom Verschwinden des Vaters im Exil, Martin Roda Becher berichtet von seinem Vater Ulrich Becher und dessen Briefen an die Großeltern.

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"In welcher Sprache träumen Sie?"
Mittwoch, 28.4., 19.00, Festsaal des Akademischen Gymnasiums, 1010 Wien, Beethovenplatz 1

Lesung mit Gesang und Klavier (Andreas Brencic) von Vera Borek, Mischa Pilss, Eduard Wildner. Dramaturgie: Susanne Höhne.
Alle Jahre veranstaltet das Akademische Gymnasium am Jahrestag der Ausschlie-ßung der jüdischen Schüler am 28. April 1938 eine Gedenkfeier.
Wir freuen uns über die neuerliche Lesung aus der Anthologie "In welcher Sprache träumen Sie?"

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"Harry's Fest"
Freitag 16. April, ab 19:00, Studio Leander Kaiser, 1100 Wien, Pernerstorfergasse 47/3b

Herbert (Harry) Kuhner ladet ein zu Poesie und Musik
Musik: "No Nonsense Four" mit Rudi Wolf (Trompete), Herbert Wurzinger (Posaune), Hans Zehetbauer (Klavier) und am Schlagzeug: Harry Kuhner
"In welcher Sprache träumt er?"
Konstantin Kaiser und Feliks Bister würdigen Herbert Kuhner, Siglinde Bolbecher und Kuhner himself lesen alte und neue Kuhner-Texte.

Eine Veranstaltung des Vereins zur Förderung und Erforschung der antifaschistischen Literatur, Wien.
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NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR / GRENZGÄNGER ZWISCHEN DEN KULTUREN

Dienstag, 23. Februar 2010, 19:00 Uhr 
Österreichische Gesellschaft für Literatur, Herrengasse 5, 1010 Wien

Nahid Bagheri-Goldschmied liest aus »Chawar«
Isaak Malach
liest aus »Isja, ein Kind des Krieges. Eine Erinnerung«

Beide Bücher sind 2009 im Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft in der Reihe anders erinnnern erschienen.

Moderation: Helmuth A. Niederle

Informationen auch unter: http://www.ogl.at/

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Oskar Maria Graf in Wien!
Freitag, 12. März, 19 Uhr, Republikanischer Club, 1010 Wien, Rockhg. 1

Der Schauspieler Bernhard Butz liest Texte, die Grafs Sympathie für das "Rote Wien" in dem weiten Spektrum vom politischen bis zum humoristischen Erzählen spiegeln.
Eine gemeinsame Veranstaltung der Oskar Maria Graf Gesellschaft (München), die zu Besuch in Wien weilt, und der Theodor Kramer Gesellschaft.

Oskar Maria Graf  (1894 -1967), der große deutsche Erzähler aus Bayern, erlebte sein erstes Exiljahr, vom 24.2.1933 bis zum 16.2.1934, in Wien. Es war nicht nur literarisch eine produktive Zeit, betrachtet man die vielen Geschichten, die er hier schrieb, und die Romane "Der harte Handel" und "Der Abgrund", die er hier begann: Graf entfaltete eine unglaubliche Aktivität als Vorleser, Vortragender und Organisator. Wöchentlich zwei- bis dreimal sind Veranstaltungen mit ihm in Wien und anderen österreichischen Städten nachgewiesen; er gab mit Anna Seghers von hier aus die "Neuen deutschen Blätter" heraus und schrieb für andere Exilzeitungen. Vor allem aber inspirierte ihn die hier erfahrene Solidarität zu dem einzigartigen Aufruf "Verbrennt mich!" in der Arbeiter-Zeitung. Das war eine singuläre Reaktion auf die Bücherverbrennung der Nazis am 10. Mai 1933, bei der man bis auf eines seine Bücher hatte verschonen wollen.
Informationen dazu auch unter: http://www.repclub.at/?p=672

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FILM, LESUNG, MUSIK - zwischen dem Weltfrauentag und NoRuz, dem iranischen Neujahr
DAS IRANISCHE WIEN

Freitag, 12. März, 20:30 Uhr, Metro Kino, 1010 Wien, Johannesgasse 4

Der Abend ist drei prominenten iranischen Frauen gewidmet, die in Wien leben und auf verschiedenen Gebieten der Kunst und Kultur tätig sind.
Mojgan Rudbarani erzählt in ihrem Dokumentarfilm IM SCHWEIGEN VERWEILEN von ihrer Lehrmeisterin Mahin Oskui, der Grande Dame des iranischen Theaters. Der Film entstand in Teheran in der letzten Lebensphase der Schauspielerin.

IM SCHWEIGEN VERWEILEN
Regie: Mojgan Rudbarani
34 min, persisch mit deutschen Untertiteln

Nahid Bagheri-Goldschmied liest, gemeinsam mit Siglinde Bolbecher (Theodor Kramer Gesellschaft) aus der deutschen Übersetzung ihres neuen Romans Chawar vor.
Soroush Izadi interpretiert mit ihrer bezaubernden Stimme traditionelle iranische Gesänge neu.

Eine Kooperation: Filmarchiv Austria - Metro Kino und der Theodor Kramer Gesellschaft
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12. – 14. März 2010:
Jahrestagung der Gesellschaft für Exilforschung e. V. in Kooperation mit dem Deutschen Auswandererhaus in Bremerhaven
Abfahrt ohne Wiederkehr? Auswanderung und Exil als Erfahrungsform


Tagungsprogramm

Eröffnung der Ausstellung "Ausgegrenzt, vertrieben, ermordet"

Donnerstag, 21. Jänner, 18 Uhr
am Institut für Kunstgeschichte der Universität Wien.

Mehr Informationen unter: http://www.univie.ac.at/175

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Podiumsdiskussion Überlebende der NS-Verfolgung: Entschädigung oder Retraumatisierung?

Mittwoch, 27.Januar 2010, 19.30 Uhr
ESRA, 1020 Wien, Tempelgasse 5

Es diskutieren: Brigitte Bailer(-Galanda), Wien
Tomas Böhm, StockholmElisabeth Brainin, Wien
Kurt Wegscheidler, WienDavid Vyssoki, Wien
Moderation: Marianne Enigl, profil

Mehr Informationen unter:  http://www.esra.at/

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Das Exil der Frauen

Donnerstag, 14.01.2010, 19.00 Uhr
Depot, 1070 Wien, Breitegasse 3

Mag. Hannah Lessing, Wien: Der österreichische Nationalfonds und das Exil der Frauen. Erfahrungen und Reflexionen
Mag. Siglinde Bolbecher, Wien: Moderation


Die Veranstaltung ist der spezifischen Situation von Frauen als Exilantinnen und Remigrantinnen gewidmet. Wir haben Frau Mag. Hannah Lessing eingeladen, dazu aus ihrer Praxis und ihren Reflexionen zu berichten. Eine nicht unbeträchtliche Menge an (auto-)biographischen Aussagen verschiedener Generationen wurde im Rahmen der Tätigkeit des Nationalfonds gesammelt. Im Zentrum der Überlegungen sollen Spezifika eines weiblichen Lebenszusammenhanges im Exil und die damit verbundene Erinnerungskultur stehen, und wie diese sich aus der praktischen Arbeit, der Begegnung prozesshaft darstellt.
Mag. Hannah Lessing ist Generalsekretärin des Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus und des Allgemeinen Entschädigungsfonds. 2007 wurde sie für ihren Einsatz zugunsten der Überlebenden des Holocaust mit dem Shofar of Freedom Award ausgezeichnet. Mag. Siglinde Bolbecher, Historikerin und Exilforscherin, Mitbegründerin und stv. Vorsitzende der Theodor Kramer Gesellschaft, Hg. der Zeitschrift „Zwischenwelt“, leitet die FrauenAG der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung (öge).


Ein Podiumsgespräch der öge-FrauenAG
Kooperation Österreichsche Gesellschaft für Exilforschung (öge) – Depot

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Samstag, 5. Dezember, 19 Uhr, Konservatorium Wien Privatuniversität, Leonie Rysanek Saal, 1010 Wien,
Johannesgasse 4a

Happy Birthday Charles Kalman
Musikalische Party zum 80er eines großen Wieners mit dem Lehrgang Klassische Operette

Ehrengast: Charles Kalman
Mit: Klara Torbov (Klavier), Liane Zaharia (Choreographie)
Gäste: Manfred Schiebel (Klavier), Studierende der Abteilungen Jazz und Musikalisches Unterhaltungstheater.

Eintritt frei!

In Zusammenarbeit mit der Theodor Kramer Gesellschaft.

Charles Kalman, geboren 1929 in Wien als Sohn des Operettenkomponisten Emmerich Kálmán, flüchtete mit den Eltern 1938 und lebte ab 1940 in New York. Gegen große Widerstände fand er zur Musik, als Komponist von Musicals, von Chansons, Film- und Bühnenmusiken (so u.a. für Peter Zadek) bis hin zur musikalischen Auseinandersetzung mit Werken Jean Cocteaus und Franz Grillparzers.
Seit vielen Jahren lebt Charles Kalmann in München und Italien. Seine Musik ist vielseitig, einfallsreich, unterschiedlich. Und, wie der Titel eines seiner großen Orchesterwerke heißt, die eines "Globetrotters". Er ist nicht nur sprachlich international. Ein Weltbürger mit "Wiener Herz".

Informationen zu dieser Veranstaltung auch unter http://www.konservatorium-wien.ac.at/index.php?&event=2808&sub1=1&sub2=3

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Donnerstag, 26. November, 19 Uhr, Republikanischer Club, 1010Wien, Rockhgasse 1

Frauen lesen Frauen - Erstes Wiener Lesetheater liest aus
Klara Blums autobiographischen Roman "Der Hirte der Weberin"

Es lesen: Judith GRUBER-RIZY, Magdalena KNAPP-MENZEL, Traude KOROSA (verantwortlich), Hilde LANGTHALER, Hilde SCHMÖLZER

Klara Blum, 1904 in Czernowitz geboren, lebte von 1913 bis 1934 in Wien. 1934 emigrierte sie in die Sowjetunion. Sie reiste 1945 nach China auf der Suche nach ihrem chinesischen Freund und blieb dort bis zu ihrem Tod.

Informationen zu dieser Veranstaltung auch unter http://www.repclub.at/?p=537

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Dienstag, 1. Dezember 2009, 19 Uhr 30, Festsaal der Bezirksvorstehung für den 2. Bezirk, Karmelitergasse 9, 1020 Wien

Lili-Grün-Abend mit Anke Heimberg (Berlin): „Alles ist Jazz“

Es sprechen weiters Kurt Lhotzky, Buchhandlung Literaturbuffet, Initiator der Platzbenennung nach Lili Grün und Konstantin Kaiser und Murray G. Hall leiten die Veranstaltung durch Begrüßungsworte ein.

 

Weg der Erinnerung Leopoldstadt: Vor der Heinestraße 4, dem letzten Wohnhaus Jura Soyfers, ist eine Station unbekannten und vergessenen SchriftstellerInnen gewidmet, u.a. Lili Grün.
Am 14. Mai 2009 wurde der Lili-Grün-Platz (Ecke Heinestr./Ecke Klangg.) der Öffentlichkeit übergeben. Er soll an Leben und Werk der im Mai 1942 in der Nähe von Minsk ermordeten Schriftstellerin Lili Grün (geboren 1904) erinnern. Ihre Romane sind lange Jahrzehnte nicht neu herausgebracht worden. Nun hat Anke Heimberg im Berliner Aviva-Verlag den Roman „Herz über Bord“ unter dem neuen Titel „Alles ist Jazz“ herausgegeben. Gleichzeitig hat Anke Heimberg neues biographisches Material über Lili Grün ausfindig gemacht.

Die Ansprache von Anke Heimberg zur Platzbenennung, „Wer war Lili Grün“, ist in der letzten Zwischenwelt, August 2009, Nr. 1-2/2009, S. 21f., abgedruckt, sowie auch der Redebeitrag von Murray G. Hall, „Lili Grün und der Paul Zsolnay Verlag“ (S. 22f.).

Mehr zum Buch von Lili Grün "Alles ist Jazz" und zur Veranstaltung auf der Webseite des Literaturbuffets: http://www.literaturbuffet.com/

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Dienstag, 24. November, 19 Uhr, Studio Leander Kaiser, 1100 Wien, Pernerstorferstr. 47/3b

Chawar
Präsentation des Romans von Nahid Bagheri-Goldschmied

Einleitung: Hahnrei Wolf Käfer
Nahid Bagheri-Goldschmied liest aus ihrem Roman.
Furugh Karimi-Djafarzadeh begleitet sie auf der Flöte.

Wir bitten anschließend zu einem Glas Wein.


Eine Veranstaltung des "Iranischen Kunst- und Kulturvereins im Exil Marzpeyma (Grenzgänger)" in Zusammenarbeit mit der Theodor Kramer Gesellschaft und "ART & SCIENCE. Verein für Wissenschaft und Kunst".
Mit Förderung des BM:UKK und mit Unterstützung der Österreichischen Beamtenversicherung (ÖBV).

Nahid Bagheri-Goldschmied: Chawar. Roman. Aus dem Persischen von der Autorin. Reihe anders erinnern, Bd. 3. Mit einem Nachwort von H. W. Käfer.Wien: Theodor Kramer Gesellschaft 2009. 147 Seiten. ISBN 978-3-901602-21-4. Euro 18,-/SFr 27,90.

"Mehr als ein Entwicklungsroman ist 'Chawar' allerdings, weil es Nahid Bagheri-Goldschmied gelungen ist, uns weder die doch sehr fremde, im Grunde noch feudale Lebensweise ihrer Jugend als exotisch darzustellen, noch uns das Fremde durch Vergleiche mit unserem Leben, das sie genau kennt, als Nahes anzudienen.
H. W. Käfer

Nahid Bagheri-Goldschmied, Lyrikerin, Schriftstellerin, geb. in Teheran, arbeitete als Journalistin, studierte persische und arabische Sprach- und Literaturwissenschaft. Seit 1980 in Wien. 2001 Lyrik­preis „Schreiben zwischen den Kulturen“ (Verein Exil); Vorsitzende des „Iranischen Kunst- und Kulturvereins im Exil“. Werke: Fünf Bände Lyrik, darunter „In der Fremde“ (deutsch-persisch, Judenburg 1994); Khawar (Roman, persisch 1998 in Schweden).
In dem Roman beschreibt die Autorin aus eigenem Erleben die Kindheit des Mädchens Chawar in einer wohlhabenden Teheraner Familie, in der die traditionellen Anmaßungen eines religiös verbrämten Patriarchats mit neuen Lebensansprüchen und Ansichten teils stumm nebeneinander herlaufen, teils heftig und mit tragischen Auswirkungen zusammenstoßen. Dem Streben nach moderner Bildung steht das Festhalten am Überlieferten gegenüber. Die Familie spiegelt den so­zialen und kulturellen Zustand des Iran unter der Schah-Herrschaft und dem Terrorregime der „Islamischen Republik“.
Das Mädchen Chawar gerät als Studentin und danach als Lehrerin in einen immer tieferen Konflikt zuerst mit dem Schah-Regime, dann aber mit der neu errichteten „Islamischen Republik“ und den deren Doktrin terroristisch durchsetzenden Revolutionswächtern. Chawars Geliebter wird ermordet, und ihr selbst bleibt nach monatelanger Haft und Folterung nur mehr die rasche Flucht ins Ausland.
Der Roman ermöglicht ein Verständnis der Vorgänge im heutigen Iran, von innen her schildert die Niederlage der verschiedenen linksgerichteten und laizistischen Parteien und Strömungen im Iran. Der Roman ist im Exil in Österreich entstanden und beschreibt indirekt auch die Differenz zwischen den Zuständen in Österreich, und dem, was im Iran zu unserer Zeit möglich war und ist.

Furugh Karimi-Djafarzadeh, Soloflötistin, geb.in Teheran, lebt seit 1978 in Österreich. Studium am Musikkonservatorium in Teheran und an der Wiener Musikhochschule. Gründerin des "Weber Trios Wien". Wiederholt bei Wettbewerben ausgezeichnet. Seit 1991 Lehrtätigkeit an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien; 2004 Habilitation; a.o.
Univ.-Prof.

Hahnrei Wolf Käfer, geb. 1948 in Wien, hier auch Promotion. Arbeit als Literaturkritiker, Jazzmusiker, Universitätslektor in Japan. Zahlreiche Bücher, zuletzt "Sicher kein Wunder - Senryus von einem, der Vater wurde" (2007) und "Kleine Tiere. Erzählungen von, für oder doch eher über Kinder".

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Mittwoch, 18. 11. 2009, 19.00 Uhr,Österreichische Gesellschaft für Literatur, Herreng. 5, 1010 Wien

Buchpräsentation/ Lesung "Essays und Kurztexte zum Lesen und Gelesenen von Egon Schwarz"

Veranstalter: Österreichische Gesellschaft für Literatur, ÖsterreichischeExilbibliothek im Literaturhaus

Wenn Lesen eine Kunst ist, wie Egon Schwarz behauptet, dann beweist dieser Band, welche hohe Kunstfertigkeit der renommierte aus Wien gebürtige Literaturwissenschaftler als Leser erreicht hat. Seine Ansichten zur Literatur von Gottfried Keller bis Uwe Timm vermitteln nicht nur überzeugende Gedanken eines Kritikers, sondern auch seine unwiderstehliche Lust am Text.

Egon Schwarz, 1922 in Wien geboren, 1938 von den Nationalsozialisten vertrieben und in die USA emigriert, wurde 1961 als Professor für deutsche Literatur in St. Louis einer der wichtigsten Vermittler deutscher Kunst in den Vereinigten Staaten.

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Dienstag, 10. November 2009,19 Uhr, Stadttheater Wiener Neustadt, Herzog-Leopoldstraße

Der Bürgermeister der Stadt Wiener Neustadt Bernhard Müller bittet zur Überreichung des Ehrenzeichens der Stadt Wiener Neustadt an
Elazar Benyoetz

Laudatio: Univ. Prof. Werner Helmich, Professor für Romanistik (Universität Graz)
Familienbiografischer Hintergrund & Wiener Neustadt: Dr. Werner Sulzgruber, Historiker (Wiener Neustadt)
Scheinhellig: Elazar Benyoetz liest aus seinen Werken
Aus dem jüdischen Schatzkästchen: Musik von und mit Timna Brauer & Elias Meiri Ensemble
Um Antwort wird gebeten (nur bei Zusage) an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Im Rahmen der Buchwoche in Wiener Neustadt.

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Dienstag, 10. November, 19 Uhr, Republikanischer Club, 1010 Wien, Rockhg. 1

Zwei Schicksale: Hedi und Hanna
Zwei Romane, „Die Geschichte von Hans und Hedi“, von Wolfgang Fritz, und „Notizen über Hanna“ von Karl Wimmler.

Chroniken von Widerstand und Anpassung, von NS-Terror und Illusionen in eine Zukunft mit Adolf Hitler.
Die Autoren lesen Ausschnitte aus ihren Büchern.
Einführung: Konstantin Kaiser

Beide Autoren sind auch durch ihre Beiträge in der „Zwischenwelt“ bekannt. Wolfgang Fritz, geb. 1947 in Innsbruck, Finanzbeamter und Schriftsteller, begann 1981 beim S. Fischer-Verlag, schrieb über Hugo Breitner und Rudolf Goldscheid und verfaßte u.a. den Roman „Das Bollwerk“.

Karl Wimmler, geb. 1953, betätigt sich als engagierter Kritiker gegenwärtiger Zustände in Graz und publiziert u.a. in der Straßenzeitschrift „Korso“.

Die Veranstaltung ist ein Versuch, zwei antifaschistische Autoren und Bücher miteinander ins Gespräch zu bringen.

Wolfgang Fritz: Die Geschichte von Hans und Hedi. Chronik zweier Hinrichtungen. Wien: Milena Verlag 2009. 160 S., gebunden, mit zahlreichen Abbildungen. Euro 17,90

Karl Wimmler: Notizen über Hanna. Eine Erzählung.Graz: Clio 2009. 319 S. Euro 21,-

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Mittwoch, 11. November 2009 19:30, Ehrbar Saal, Mühlgasse 30, 1040 Wien

Elazar Benyoetz & Timna Brauer: „Scheinhellig“

Aus dem jüdischen Liederschatz, Texte von Elazar Benyoetz.
Die bekannte Sängerin und Schauspielerin Timna Brauer und der 1939 emigrierte jüdische Aphoristiker Elazar Benyoëtz werden diesen Abend zu einem besonderen Ereignis der Begegnung zweier Kulturen gestalten. Benyoetz, der ausschließlich in deutscher Sprache schreibt, wird aus seinem neuen Buch Scheinhellig und aus anderen Werken lesen, während Timna Brauer jüdische Lieder zum Erklingen bringen wird.
Mit Elazar Benyoëtz, Timna Brauer (Gesang und Gitarre) und das Elias-Meiri Ensemble (Elias Meiri: Klavier und Melodika, Courtney Jones: Schlagzeug und Perkussion)
Mit freundlicher Unterstützung des Zukunftsfonds der Republik Österreich
Karten zu € 32,-; 26,-; 20,- und 16,.
Vorverkauf:
Büro der Stadtinitiative Wien, Tel. 01/585 08 88
Ö-Ticket: Tel. 01/96 0 96
Eine Veranstaltung im Rahmen der Lesefestwoche.

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 Mi. 28.10., Fr.30.10., Mo. 2.11., Mi. 4.11., Mo 9.11. jeweils 10 Uhr 30 bis 13 Uhr 30 im Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien

„Ich habe Angst, Auschwitz könnte nur schlafen“
15 Antirassismus- ZeitzeugInnenworkshops mit Ceija Stojka für Schulklassen

Programm: Einführung in die Geschichte und Verfolgungsgeschichte der Roma und Informationen zur Gegenwart der Roma durch die Moderatorin. danach: Ceija Stojka führt selbst durch ihre Ausstellung, erzählt aus ihrem Leben, vom Leben der fahrenden Roma, das sie als Kind noch kennen lernte und von ihrem Überleben in den Konzentrations- und Vernichtungslagern der Nazis: Auschwitz, Ravensbrück und Bergen-Belsen. anschließend: Gespräch und Diskussion. die SchülerInnen haben Gelegenheit, Fragen an Ceija Stojka zu
stellen. nach der Pause: Kreativteil: die SchüerInnen malen unter Anleitung von Ceija Stojka.
Wir ersuchen um einen Unkostenbeitrag pro Person je Workshop von Euro 2,-
Ein Projekt des Vereins Exil in Kooperation mit dem Verein Kulturzentrum Spittelberg gefördert von Zukunftsfonds, Nationalfonds, bm:ukk, ma 7 (wien kultur)
Terminreservierung: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. tel. 0699/123 444 65  fax 01 89
00 87 215  http://www.editionexil.at/    http://www.zentrumexil.at/ 

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Freitag 30.10. und Freitag 27.11.2009, jeweils 15-19 Uhr
Freitag 6.11. und Freitag 20.11.2009, jeweils 15-19 Uhr

Textvielfalt. Interkulturelle Schreibwerkstätten mit AutorInnen der Edition Exil

Hinter dem Begriff der „Interkulturalität“ stehen meist Lebensläufe, die geprägt sind von Heimatlosigkeit und Ausgrenzung, aber auch von der Freiheit, neue Identitäten zu erfinden und Räume zu erobern. Vor allem aber entsteht aus der Erfahrung, in keiner Sprache ganz zuhause zu sein, aber die unterschiedlichsten Sprachwelten zur Verfügung zu haben, eine ganz neue Literatur, die schräg und witzig sein kann, genauso aber lyrisch und rätselhaft, die erstaunliche Metaphernwelten eröffnet oder mit großer Direktheit vom Alltag „zwischen den Kulturen“ berichtet.
Julya Rabinowich, Seher Cakir und Grzegorz Kielawski, drei der interessantesten AutorInnen der edition exil, sind aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen und Ursachen nach Wien gekommen. Gemeinsam ist ihnen die Entscheidung, auf Deutsch zu schreiben – und damit die deutsche Literatursprache weiter zu entwickeln und mit ihrer Erfahrungs- und Sprachvielfalt zu bereichern. Im Rahmen von Textvielfalt führen sie erstmals öffentliche Schreibwerkstätten zu verschiedenen Textsorten durch. Wenn Sie an einer Schreibwerkstatt teilnehmen wollen, schicken Sie bis spätestens 2 Wochen vor dem ersten Termin eine 1-2seitige Textprobe direkt an den/die Autor/in Ihrer Wahl. Aus allen eingesandten Textproben wählen die AutorInnen jeweils 5-10 Texte bzw. TeilnehmerInnen aus. Mehrfacheinreichungen sind möglich. Die Werkstätten sind zweiteilig, der Besuch des zweiten Teils ist jeweils nur für die TeilnehmerInnen des ersten Teils möglich. Die Schreibwerkstätten finden in der Hauptbücherei am Gürtel statt, der genaue Treffpunkt wird noch bekannt gegeben.
Eine Kooperation von Büchereien Wien, edition exil und Verein Stadtimpuls


30.10. und 27.11.2009, jeweils 15-19 Uhr
Seher Cakir: Lyrik und Kurzprosa
Kontakt und Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

6.11. und 20.11.2009, jeweils 15-19 Uhr
Julya Rabinowich: Drama
Kontakt und Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

Montag, 9. November 2009, 19.00 Uhr, Galerie Vor Ort, 1020 Wien, Wohlmutstraße 14-16

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Montag, 9. November 2009, 19.00 Uhr, Galerie Vor Ort, 1020 Wien, Wohlmutstraße 14-16 

Cécile Cordon liest aus dem Buch
HIOB, 2. Teil: die Jahre in Amerika von Joseph Roth

Zum Gedenken an Joseph Roth anläßlich seines 70. Todestages am 27. Mai dieses Jahres.
Joseph Roth, geb. 2. 9. 1894 in Brody im ehemaligen Kronland der k. u. k. Monarchie Galizien. Heute gehört Brody und Lemberg zur Ukraine. Er studierte in Lemberg und Wien und lebte später in Paris, wo er am 27. Mai 1939 starb. Er ist am Friedhof von Thiais bei Paris bestattet.
Joseph Roth ist einer der hervorragendsten Dichter aus der Zeit des Übergangs von der Monarchie zur Republik Österreich. Von seinem großen Werk sind die  Romane :Kapuzinergruft, Radetzkymarsch und Hiob die bekanntesten.
Er lebte und schrieb all die Jahre in Hotels und Kaffeehäusern. Er schrieb um sein seelisches und finanzielles Überleben. Er wurde nur 45 Jahre alt und starb in einem Pariser Armenspital allein und verlassen. Allerdings rauften sich auf seinem Begräbnis Juden, Katholiken, Kommunisten und Monarchisten um seine  Seele. Szenen, die Roth sicher Vergnügen bereitet hätten.
HIOB ist wohl sein berühmtester Roman. Er kam 1930 heraus. Natürlich landete er in der Nazi-Zeit auf dem Scheiterhaufen, doch konnte dies seine Auferstehung nicht verhindern.

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Montag, 9. November 2009, 19 Uhr 30, Politische Akademie, 1120 Wien, Tivoligasse 73

Das Karl von Vogelsang-Institut lädt zur Eröffnung der Ausstellung
„Eine Rückkehr ins Leben“

Kurt Schuschnigg und Richard Schmitz - Ihre Gefangenschaft und Befreiung aus der SS-Geiselhaft in Südtirol 1945

Eröffnung: Dr. Helmut Wohnout, Geschäftsführer des Karl von Vogelsang-Instituts
Grußworte: Dr. Johann Passler, Bürgermeister der Gemeinde Niederdorf/Südtirol
Zur Ausstellung sprechen: Dipl.-Ing. Heiner Schuschnigg, Univ.-Doz. Dr. Georg Schmitz, Univ.-Prof. Dr. Dieter A. Binder
Buffet.
Zur Ausstellung:
Die Ausstellung versteht sich als Beitrag zum Gedenken an den 70. Jahres­tag des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs im Jahre 1939 und dokumentiert den Leidensweg von 139 Sippen- und Sonderhäftlingen aus siebzehn Ländern Europas nach Südtirol Anfang 1945. Das nationalsozialistische Regime verfolg­te den Plan, prominente Gefangene als Druckmittel in Verhandlungen mit den Alliierten einzusetzen.
Zu den Geiseln der SS zählten zwei Repräsentanten des „Ständestaates“: Bundeskanzler Kurt Schuschnigg und der Wiener Bürgermeister Richard Schmitz.
Die Häftlinge wurden daher ab Herbst 1944 im KZ Dachau zusammengeführt. Von dort führte sie ihre Odyssee in die „Alpenfestung“, erst nach Innsbruck, schlussendlich nach Niederdorf/Südtirol. Im Hotel Pragser Wildsee sollten die Häftlinge ihre letzte Unterkunft finden. Denn der Kriegsverlauf führte schließ­lich zum Scheitern des Vorhabens der SS und unter dramatischen Verhältnissen gelang die Befreiung der Häftlinge durch US-amerikanische Truppen.
Unter den insgesamt 139 Gefangenen aus siebzehn Ländern Europas befanden sich neben dem ehemaligen österreichischen Bundeskanzler Dr. Kurt Schusch­nigg mit Frau und Tochter und dem ehemaligen Bürgermeister von Wien, Dr. Richard Schmitz, der frühere französische Ministerpräsident Leon Blum mit Ehefrau, der ehemalige ungarische Ministerpräsident Miklos von Kallay, Mario Badoglio (Sohn des italienischen Marschalls Pietro Badoglio), Nikolaus von Horthy jun. (Sohn des ungarischen Reichsverwesers), Generaloberst Franz Halder mit Ehefrau sowie Familienangehörige des hingerichteten Hitler-Attentä­ters Claus Graf Schenk von Stauffenberg.
Die Ausstellung wurde im Auftrag der Gemeinde Niederdorf von Hans-Günther Richardi zusammengestellt. Sie war bisher in München, Dachau (KZ-Gedenk­stätte), Innsbruck, Brixen, Berlin (Gedenkstätte deutscher Widerstand), Ketrzyn (Polen/ehem. „Führerhauptquartier Wolfschanze“), Triest und Rom zu sehen.
Nun wird sie erstmals auch in Wien in einer erweiterten Fassung gezeigt wer­den, die in einer besonderen Weise auf die österreichischen Häftlinge Kurt Schuschnigg und Richard Schmitz eingeht.

Weitere Informationen und Anmeldung zur Veranstaltung auf der Seite des Karl von Vogelsang-Instituts.

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Donnerstag, 29. Oktober 2009, 19 Uhr, Jüdisches Museum Wien, 1010 Wien, Dorotheerg. 11

Isja, ein Kind des Krieges
Präsentation des Buches von Isaak Malach über eine jüdische Flüchtlingskindheit in der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg.


Vorstellung: Felicitas Heimann-Jelinek. Zum Buch spricht Veronika Seyr. Isaak Malach liest aus dem Buch.
Musikalische Begleitung: Joshua und Irina Malach (Geige und Klavier) spielen Schostakowitsch, I. Malach u.a.

Isaak Malach: Isja, ein Kind des Krieges. Eine Erinnerung. Reihe anders erinnern, Bd. 3. Nachwort von Veronika Seyr. Deutsche Bearbeitung von Konstantin Kaiser in Zusammenarbeit mit dem Autor und Emilia Malach. Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft. 176 S. ISBN 978-3-901602-35-1. Euro 18,-/SFr 27,-.

Mit der Erinnerung Malachs, „Isja, ein Kind des Krieges“, wird im Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft die Buchreihe "anders erinnern" eröffnet, in der es um Vorgeschichten jener geht, die nach Wien geflüchtet sind.

Isaak Malach, geboren in Tschudnow (Ukraine), besuchte das Polytechnikum in Lvov (Lemberg), wo er 35 Jahre als Ingenieur tätig war. Isaak Malach lebt seit 1992 in Wien und war lange Jahre beim Jüdischen Museum der Stadt Wien beschäftigt. Malach schreibt seit seiner Kindheit und veröffentlichte u.a. in russischer Sprache: Der Weg nach Auschwitz (Essay, 1968); Warschauer Melodien (Gedichte, 1969). In Wien vollendete er die autobiographische Erzählung "Isja, ein Kind des Krieges".

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„Verfolgung und Zukunft“. Eine Begegnung mit der ersten und dritten Generation mit Alfredo Bauer und Leonardo Bauer Fernandez
Dienstag, 6. Oktober, 17:30 Uhr, Festsaal des Bundesrealgymnasiums und Bundesgymnasiums 1080 Wien, Albertgasse 18-22
Zu einer besonderen Veranstaltung laden Heribert Rahdjian, Bezirksvorsteher des 8. Bezirks und Markus Trenker, Vorsitzender der Kulturkommission der Josefstadt:
„Verfolgung und Zukunft“. Ein 1938 aus Wien Vertriebener und sein Enkel erzählen
Alfredo und Leonardo Bauer (Enkel) kommen aus Buenos Aires (Argentinien) nach Wien und schildern Ereignisse aus ihrem Leben.
Moderation: Alexander Litsauer
Seinen Eltern und ihm, Alfredo Bauer, Wiener, Jahrgang 1924, war es geglückt, 1938, nach der Annexion Österreichs an das Deutsche Reich, in Argentinien eine neue Existenz aufzubauen. In der Folge erlebte Bauer die Schwierigkeiten der Integration in einem neuen Kontinent, mit anderen Standards und einer vorerst noch fremden Sprache. Trotz der Erlebnisse in der späteren Diktatur Argentiniens bewahrte Alfredo Bauer die Hoffnung auf eine Zukunft basierend auf Respekt und Freiheit. In seinem Roman „Verjagte Jugend“, verarbeitet Alfredo Bauer die Erlebnisse seiner Jugend. Sein  Enkel, Leonardo, begleitet ihn auf seiner Europa Reise und begegnet dabei der Stadt seiner Großeltern. Der 22-jährige unterrichtet in Buenos Aires Gitarre und wird über seine Sozialisation im Argentinien der Gegenwart erzählen. Damit ist die Möglichkeit einer fruchtbaren Begegnung mit Generationskolleginnen und -kollegen gegeben. Nach einer kurzen Lesung werden Sie die Möglichkeit haben, mit Fragen und Beiträgen diesen Abend aktiv mitzugestalten.
Sie können gerne Ihre Freunde und Angehörigen zu dieser Veranstaltung mitnehmen.
Im Anschluß ist ein kleiner Imbiss vorbereitet.

Buchpräsentation von Alfredo Bauers: Mythen und Szenen
Mittwoch , 7. Oktober Alte Schmiede, 19:00 Uhr; Schönlaterngasse 9, 1010 Wien
Der Autor, Alfredo Bauer, stellt sein neues Buch MYTHEN-SZENEN. Mini-Dramen (André Thiele Verlag Mainz, 2009) vor. Einleitung: Werner Rotter (Österreichisches Literaturarchiv). Erich Hackl hält eine Rede auf Alfredo Bauer zu seinem bevorstehenden 85. Geburtstag.
http://www.alte-schmiede.at/schmiede/index.php?option=com_content&view=article&id=311:7102009-lq-1900&catid=71:literaturprogramm-neu&Itemid=181

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Symposion
Deutsch-jüdische Kinderliteratur
Von der österreichisch-ungarischen Monarchie bis zur Gegenwart

Donnerstag, 8. Oktober: Jüdisches Museum, Dorotheergasse 11
Freitag, 9. Oktober:Club Stephansplatz 4
In Kooperation mit der Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendliteraturforschung
Konzept und Organisation: Susanne Blumesberger und Rahel Rosa Neubauer (Wien)

Im Laufe der letzten Jahrzehnte ist die Kinder- und Jugendliteratur in zunehmendem Maße als historisches Material für die Erforschung der Kulturgeschichte entdeckt worden. Dementsprechend erweist sich auch die Literatur für jüdische Kinder und Jugendliche als hervorragende Quelle zum Verständnis der Entwicklung jüdischen Kulturlebens im deutschsprachigen Raum und zur Erforschung der deutsch-jüdischen Kultur­beziehungen. Im Rahmen dieser Tagung werden mit Zohar Shavit aus Tel Aviv und Gabriele von Glasenapp aus Frankfurt am Main zwei der Pionierinnen dieser Forschungsrichtung vortragen. Dies gibt Gelegenheit, auf die bisherigen Ergebnisse zurückzublicken, wie auch aktuelle Tendenzen zu diskutieren. Im Rahmen der Veranstaltung soll anhand konkreter Beispiele gezeigt werden, in welchem kulturellen Kontext diese Bücher entstanden sind, welche pädagogischen Strömungen auf sie einwirkten und wie sich die historischen Brüche des 20. Jahrhunderts auf die Produktion und Rezeption von Kinder- und Jugendliteratur ausgewirkt haben.

Donnerstag, 8. Oktober, 18.30 Uhr, Eröffnungsvortrag

Zohar Shavit (Tel Aviv):
„Gewöhne einen Knaben an seinen Weg“ (Sprüche 22,6)
Was kann man von der Geschichte der jüdischen Kinderbücher lernen?

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Lesung "Unterwegs - Theodor Kramer macht sich auf die Reise"
Samstag, 17. Oktober, 16:00 Uhr, Historiumssaal im Reichensteinhof Poysdorf
Text und Musik: Holunders Literaturwerkstatt. Großer Bücherflohmarkt! Eintritt frei!
Informationen dazu finden Sie auch unter http://bibliothek.poysdorf.at/Veranstaltungen.htm

 
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Renate Welsh liest in der Bücherei in der Zirkusgasse
Dienstag, 29. September 2009, 10.00 Uhr
Büchereien Wien, Zirkusgasse 3, 1020 Wien
Renate Welsh liest aus ihrem neuen Buch „... und raus bist du...“, erschienen 2008 im Obelisk Verlag. Das Buch ist brandaktuell, die gängige Abschiebepraxis in Österreich macht auch vor Kindern nicht Halt: Renate Welsh erzählt am Beispiel der Geschwister Pino und Esad und ihrer Mutter von Menschen , die aus einem vom Krieg zerstörten Land kommen, um bei uns Zuflucht zu finden. Die Kinder sind gute Schüler, die Eltern arbeiten schwer und finden Freunde – bis … bis es dann oft nach Jahren heißt: „ Ab mit euch nach Hause!" An Stelle eines Nachworts stehen kurze Geschichten mit Kinderschicksalen, die leider wahr sind. Das Buch ist für den Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2009 nominiert
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Aktionswoche und des Aktionstages "Rassismusfreie Zone Leopoldstadt" statt.

Der Mensch braucht einen Boden unter den Füßen. Lesung und Gespräch mit Eva Kollisch (New York). Moderation: Siglinde Bolbecher
Dienstag, 29.9.2009, 19.00 Uhr, Republikanischen Club, 1010 Wien, Rockhgasse 1
Eva Kollisch kommt zum Symposium "Subjekt des Erinnerns?" nach Wien und wir freuen uns, daß Eva Kollisch im RC liest und aus ihrem bewegten Leben erzählt. - Eva Kollisch, geb. 1925 in Wien, flüchtete 1939 mit einem Kindertransport über England in die USA. Aktivistin der US-amerikanischen Friedens- und Menschenrechtsbewegungen. Unterrichtet Deutsch, Vergleichende Literaturwissenschaft und Women's Studies am Sarah Lawrence College in New York. Schreibt Gedichte, Erzählungen, Erinnerungen, so "Mädchen in Bewegung" (Wien 2003, engl. 2000) und "The Ground Under My Feet" (New Jersey 2007). 

Verleihung des Goldenen Verdienstzeichens der Stadt Wien an Mozes F. Heinschink und Konstantin Kaiser
Mittwoch, 30.9., 11.00, 1010 Wien, Rathaus, Wappensaal:
Verleihung des Goldenen Verdienstzeichens der Stadt Wien an Mozes F. Heinschink und Konstantin Kaiser durch Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny; Laudatio für K. Kaiser: Vladimir Vertlib.

 
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Subjekt des Erinnerns?
Internationales Symposium aus Anlaß des 25jährigen Bestehens der Theodor Kramer Gesellschaft
24. - 27. September 2009
Donnerstag, 24. September, 18.00, lädt die Erste Präsidentin des Österr. Nationalrates, Mag.a Barbara Prammer, zu einer Festveranstaltung zum 25jährigen Bestehen der Theodor Kramer Gesellschaft.

Freitag, 25. September, 13.30-18.45: Symposium. Eröffnung des Symposiums durch Kurt Neumann und Konstantin Kaiser, anschließend 14.15-18.45 drei Blöcke mit jeweils drei Referaten und anschließenden Diskussionen.

Freitag, 25. September, 19.30: Buchpräsentation, Georg Stefan Troller präsentiert das Buch zur Trilogie "Wohin und zurück" (Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2009) und liest aus ihm. Einleitung: Ruth Beckermann.

Samstag, 26. September, 10-18.30: Symposium. Fortsetzung und Abschluß des Symposiums in vier weiteren Blöcken mit je drei Referaten, Mittagspause von 13.15-14.30. Schlußdiskussion 18.00-18.30.

Sonntag, 27. September: 11-18.00: Filmvorführung Georg Stefan Troller präsentiert die Axel-Corit-Filmtrilogie "Wohin und zurück", im Metro Kino - Johannesgasse 4a, 1010 Wien Gemeinsame Veranstaltung mit dem Filmarchiv Austria und mit Unterstützung des ORF.
11:00 1. Teil: "An uns glaubt Gott nicht mehr" anschließend Gespräch mit G. St. Troller und Pause
14:00 2. Teil: "Santa Fe"
16:00 3. Teil: "Welcome in Vienna"
(Für die Filmvorführung ist unbedingt eine Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. notwendig!)
Mehr Informationen finden Sie unter dem Punkt "Subjekt des Erinnerns?" 
Hedwig Brenner im Gespräch mit Christel Wollmann-Fiedler
Christel Wollmann-Fiedler stellt gemeinsam mit Hedwig Brenner ihr neues Buch "Czernowitz ist meine Heimat - Gespräche mit der Zeitzeugin Hedwig Brenner", vor. Das Buch ist im Munda Verlag, Brugg (Schweiz) 2009, erschienen.
Montag, 14.9.2009, 18.30 Uhr, Jüdisches Museum der Stadt Wien, 1010 Wien, Dorotheergasse 11
Dienstag, 15.9.2009, 19.00 Uhr, in der Genussbuchhandlung tiempo nuevo, 1020 Wien,Taborstr.17 a. Moderation: Traudl Feldschuh

Lesung Nahid Bagheri-Goldschmied und Isaak Malach
Dienstag, 15.9, 19.00, Republikanischer Club, 1010 Wien, Rockhgasse 1, gemeinsame Veranstaltung mit der Theodor Kramer Gesellschaft:
Nahid Bagheri-Goldschmied und Isaak Malach lesen aus ihren Büchern "Chawar" und "Isja, ein Kind des Krieges" (beide: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2009). Einleitung: Konstantin Kaiser.

Schiele Festival 2009
Donnerstag, 17.9., St. Pölten, 9.30 -21.30 Uhr, Hauptplatz und Synagoge St. Pölten:
Schiele Festival 2009, veranstaltet vom Experimentaltheater Wien, u.a. mit Vorträgen über jüdische Kultur in St. Pölten (Christoph Lind) und Theodor Kramer (Siglinde Bolbecher). Genaues Programm auf www.experimentaltheater.com
Auch der österreichsich-jüdische Autor, Maler, Sänger und Techniker Bruno Schwebel, dessen Buch "Das andere Glück" zentrale Motive für die Theaterszenen der Abschlussperformance liefert, wird anwesend sein und vom Bürgermeister von St. Pölten als Ehrengast begrüßt werden.
Mitwirkende Vereine und Künstlerteams: Tanz Atelier Wien, Hans Breuer, Fleischerei Projekt Theater/ Studio Wien, Theodor Kramer Gesellschaft Wien, Villa Kreativ, Villa Berging Neulengbach, Reinhard Honold & "Mind the Gap", Innsbruck

Mit THEODOR KRAMER "Rund um die Burg"
Samstag 19. 9. 2009, 6.00 Uhr
Beginnen Sie den Tag mit einem Gedicht! - Beim großen Lesefest im Literaturzelt vor dem Burgtheater um sechs Uhr am Morgen!
"Holunders Literaturwerkstatt" lädt ein zu einer Reise mit Theodor Kramer.
Theodor Kramer (1897 - 1958) , geboren in Niederösterreich, war in den 1930er Jahren einer der bedeutendsten Lyriker der deutschen Sprache. 1938 darf der "Jude Kramer" nicht mehr Dichter sein. Er flüchtet 1939 nach England und leidet Zeit seines Lebens an dieser Entwurzelung. Erst kurz vor seinem Tod kommt er in die Heimat zurück. Dort ist sein Bild mittlerweile sehr verblasst, das ist ihm bewusst:
"Wer noch kennt mich in Österreich?" 70 Jahre nach seiner Flucht gibt es Gelegenheit zu einer Begegnung mit dem Dichter.
Theodor Kramer - Leben, Lyrik & Musik: 19.9.2009 um 6 Uhr am Morgen bei Rund um die Burg"
mit Cècile Cordon, Christiane Holler & Stephan Rausch.

Weg der Erinnerungen durch die Leopoldstadt. Neue Stationen und ihre Geschichte(n)
Sonntag, 20. September 2009, 16.00 Uhr
1020 Wien,  Max Winter Platz 23 (vis a vis Nr. 10), im Grätzelzentrum der Gebietsbetreuung
Eröffnung: Elisabeth Ben David Hindler (Verein Stimme der Erinnerung) anschließend Begehung einiger Stationen im Stuwerviertel
Musik: Christoph Kögler, Daliah Hindler, Esther Jelinek
Informationen auch auf http://www.steinedererinnerung.net/
 Die Arnezhoferstraße wird nach Selma Steinmetz umbenannt – für einen Tag! Eine Widerstandkämpferin ehren – einem fanatischen, antisemitischen Prediger die Ehre verwehren
Freitag, 11. September 2009, 17.30 – 22.00 Uhr, Festakt in der Arnezhoferstraße, 1020 Wien

Johann Arnezhofer, im 17. Jahrhundert Pfarrer und Kommissär ‚zur Ordnung der Israelitischen Angelegenheiten’, war ein antisemitischer Hetzprediger und organisierte 1670 im Auftrag von Leopold I. die Deportation der jüdischen Menschen aus der Leopoldstadt.
Als deutliches Zeichen gegen alle Formen von Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit soll endlich die die Arnezhoferstraße umbenannt werden! Ein antisemitischer Hetzprediger soll einer Widerstandkämpferin Platz machen!
Unser Vorschlag: Umbenennung in Selma-Steinmetz-Straße.
Selma Steinmetz, geboren 1907 in Wien, schloß sich 1939 in Paris den Widerstandsgruppen österreichischer EmigrantInnen an. Sie engagierte sich in der "Travail Antiallemand", der "Antideutschen Arbeit", die unter deutschen und österreichischen Soldaten Aufklärung über die Verbrechen des Nationalsozialismus betrieb. 1944 wurde sie von der Gestapo verhaftet, gefoltert, zum Glück aber von der französischen Resistance wieder befreit. Sie kehrte nach Wien zurück, wo sie wesentlich am Aufbau des DÖW (Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands) beteiligt war. Bis zu ihrem Tod im Jahr 1979 war sie engagiert bei der Erforschung und Aufklärung der Verbrechen des Nationalsozialismus. Sie war die erste, die über die Verfolgung von Roma und Sinti im Nationalsozialismus publizierte.
Mit Irma Schwager, Ceija Stojka, Ruzsa Lakatos & Band, Lenny Lakatos, Loni, Severin Mahrer & Friends, Michael Fischer u.a.
Erich Koller stellt das von BewohnerInnen initierte Mahnmal an der Arnezhoferstrasse 7 vor.
Veranstaltet vom Stuwerkomitee, mehr folgt in Kürze auf www.lokativ.at.

Lesung von Bruno Schwebel: "Begegnungen mit Neulengbach"
Freitag, 4. September 2009, 19:00 Uhr im Museum Neulengbach. 
Eine Veranstaltung der Stadtgemeinde Neulengbach und dem Verein für die Geschichte von Neulengbach und Umgebung.

Bruno Schwebel im Gespräch mit Konstantin Kaiser
Dienstag, 8. September 2009, 19:30 - 21:00 Uhr im Literaturbuffet, 1020 Wien, Rotensterngasse 2/Ecke Taborstraße 28
Der 1928 in Wien geborene Bruno Schwebel, ist Autor des Buches "Das andere Glück", das 2004 im Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft erschienen ist und in dem er seine Flucht aus Wien über Frankreich und sein Leben im mexikanischem Exil darstellt.

Cécile Cordon liest anläßlich des 70. Todestages von Joseph Roth aus dem Buch Hiob, 2. Teil: die Jahre in Amerika
Donnerstag, 10. September 2009, 19.00 in der Galerie time, 1010 Wien, Wollzeile 1-3, im Hof (bei Regen in Black-Room).
Joseph Roth, geb. 2. 9. 1894 in Brody im ehemaligen Kronland der k. u. k. Monarchie Galizien. Er studierte in Lemberg und Wien und lebte später in Paris, wo er am 27. Mai 1939 starb. Er ist am Friedhof von Thiais bei Paris bestattet.
Joseph Roth ist einer der hervorragendsten Dichter aus der Zeit des Übergangs von der Monarchie zur Republik Österreich. Von seinem großen Werk sind die Romane Kapuzinergruft, Radetzkymarsch und Hiob die bekanntesten.
Er lebte und schrieb all die Jahre in Hotels und Kaffeehäusern. Er schrieb um sein seelisches und finanzielles Überleben. Er nannte sich selbst auf einer Zeichnung von Mies Blomsma im November 1938: „Das bin ich wirklich; böse, besoffen, aber gescheit. Er wurde nur 45 Jahre alt und starb in einem Pariser Armenspital allein und verlassen.
HIOB ist wohl sein berühmtester Roman. Er kam 1930 heraus. Natürlich landete er in der Nazi-Zeit auf dem Scheiterhaufen, doch konnte dies seine Auferstehung nicht verhindern.

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Einladung zur Präsentation des Filmes
"That's inside me". Gaby Netter Glueckselig -- Wiesbaden und New York

 Von Dorothee Lottmann-Kaeseler und Harald Kuntze
 In Anwesenheit von Dorothee Lottmann-Kaeseler (Wiesbaden)


Am Montag, 22.6.2009, 19 Uhr
Or Chadasch, Robertgasse 2, 1020 Wien

Gaby Netter Glueckselig, geboren 1914 in Wiesbaden, stammt aus einer Juweliersfamilie und lebt seit 1938 in New York. 1942 heiratete sie den österreichischen Schriftsteller Fritz Glueckselig (Friedrich Bergammer). Sie arbeitete ehrenamtlich für das Leo Baeck Institut in New York und ist seit vielen Jahren Gastgeberin des berühmten Stammtisches deutschsprachiger Emigranten, der 1943 von Oskar Maria Graf gegründet und vom deutschen Fernsehen in dem Film "Glueckselig in New York" porträtiert wurde. 2004 wurde sie mit der goldenen Bürgermedaille der Stadt Wiesbaden ausgezeichnet.

Friedrich Bergammer (1909-1981) arbeitete in Wien und New York als Kunsthändler und Kunstexperte. Er war daneben einer der wichtigsten österreichischen Lyriker und Essayisten im Exil, dessen Werke in zahlreichen Anthologien, Zeitschriften und in sieben Einzelbänden publiziert wurden. Sein literarischer Nachlass befindet sich heute im Deutschen Literaturarchiv in Marbach.

Friedrich Bergammers Bruder *Leo Glückselig* (1914-2003) wuchs ebenfalls  in Wien auf, wo sein Vater ein berühmtes Auktionshaus und Antiquitätengeschäft führte. Er besuchte das Chajesgymnasium und wurde nach seiner Auswanderung in New York ein erfolgreicher Grafiker und Illustrator. 1999 veröffentlichte der Picus Verlag seine berührende Autobiographie "Gottlob kein Held und Heiliger", herausgegeben von Daniela Ellmauer und Albert Lichtblau im Auftrag des Instituts für die Geschichte der Juden in Österreich. Der Film dokumentiert Gaby Netter Glückseligs Familiengeschichte und erzählt von ihrem Mann, dem Wiener Lyriker Fritz Bergammer, und ihrem Schwager, dem Grafiker Leo Glückselig. Er entstand in Zusammenarbeit mit den Vereinen "Aktives Museum Spiegelgasse für Deutsch-jüdische Geschichte" und der "Initiative Wiesbadener Medienzentrum e.V.". Die Produktion des Films wurde vom Aktiven Museum Spiegelgasse veranlasst und finanziert; die Urheberrechte liegen ausschließlich beim Aktiven Museum Spiegelgasse.

Or Chadasch. Bewegung für progressives Judentum in Kooperation mit der Theodor Kramer Gesellschaft
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 Über zahlreiches Kommen freut sich auch die Holunder Literaturwerkstatt:

 *UNTERWEGS - THEODOR KRAMER MACHT SICH AUF DIE REISE*
 Leben, Lyrik & Musik
In Bisamberg gibt es Gelegenheit zu einer Begegnung mit Theodor Kramer.
 In einer Collage aus Texten und Musik zeigt /"Holunders Literaturwerkstatt"
ein lebendiges Bild vom Leben und Werk des Dichters.

Mitwirkende: Cécile Cordon, Christiane Holler, Heinz Mayer, Stephan Rausch, Hermann Posch
 *Freitag, 5. Juni 2009, um 19 Uhr *
Bisamberg, Schlossveranstaltungshalle, Schloßgasse 1

 Eintritt Euro 5,-

Weitere Infos: unter http://www.theodorkramer.at/mail%20to:% Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
oder Gemeinde Bisamberg 02262 62000

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"WAS ERDE SEI, findest du Antwort?"

Konstantin Kaiser - Gedichte, deutsch und persisch
Ins Persische übertragen von Nahid Bagheri-Goldschmied
Musikalisches Programm: Nariman Hodjati

Samstag, 13. Juni, 19.00, Projektwerkstatt SOHO, 1160 Wien,
Schellhamerg. 24 (Ecke Hubergasse)


Veranstalter: Iranischer Kunst- und Kulturverein im Exil Marzpeyma


Danach kommt es gewöhnlich zu einer interessanten Diskussion, in der man
viel über die GastgeberInnen, ihre Geschichten und Gedanken erfährt.
Erfrischungen werden dargeboten.

Im Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft wird Nahid
Bagheri-Goldschmieds Roman "Chawar" über eine Kindheit und Jugend im
Iran zwischen Schah-Regime und islamischem Gottesstaat erscheinen.


WAS ERDE SEI, findest
du Antwort?
Was Erde für dieses Dorf? Ein
Hergewehtes an Mauern?

Was Erde für diese Frau, die
ihr Fensterbrett rein bläst?

Ist's Erde, die Erde bedeckt?

Erde ist doch
nicht Erde, wurde
herumgetragen, gesiebt,
verfüttert sogar.

Was Erde für den,
der das schreibt,
blaß vor Zorn:
So bitter macht ihn die Frage.
 
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Im Rahmen des NÖ Viertelfestivals 2009 im Weinviertel wird des Dichters Theodor Kramer gedacht:
UNTERWEGS - THEODOR KRAMER MACHT SICH AUF DIE REISE
Leben, Lyrik & Musik

 
Theodor Kramer (1897 - 1958) ist ein Kind des Weinviertels, geboren als Sohn des Gemeindearztes von Niederhollabrunn, Bezirk Korneuburg.
Er ist ein erdiger Dichter, tief verwurzelt in seiner Heimat. 
Im Wien der späten 1920er Jahre wird Kramer zu einem der wichtigsten Lyriker der deutschen Sprache.
Aber er kann den Erfolg nicht lange genießen. 1938 darf "der Jude Kramer" nicht mehr Dichter sein.
Im Juli 1939 flüchtet er - spät, im letzten Augenblick - nach England. An dieser "Entwurzelung" leidet er sein Leben lang.
In Bisamberg gibt es Gelegenheit zu einer Begegnung mit Theodor Kramer.
In einer Collage aus Texten und Musik zeigt "Holunders Literaturwerkstatt" ein lebendiges Bild vom Leben und Werk des Dichters.
Ein Abend, der besinnlich wird und dennoch heiter. Ein Abend für Theodor Kramer.

Mitwirkende: Holunders Literaturwerkstatt
Cécile Cordon, Christiane Holler, Heinz Mayer, Stephan Rausch, Hermann Posch
Freitag, 5. Juni 2009, um 19 Uhr
Bisamberg, Schlossveranstaltungshalle
Schloßgasse 1
Eintritt 5 €
Weitere Infos: Gemeinde Bisamberg 02262 62000

http://www.viertelfestival-noe.at/system/vas_detail.php?base=was&detail=576&domain=4

 

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Theodor Kramer-Preisträgerin 2009 – Ilana Shmueli – in Berlin

Wir weisen Sie herzlich auf die Veranstaltung mit der heurigen Preisträgerin in Berlin hin. Matthias Fallenstein und Konstantin Kaiser aus Wien werden ebenfalls anwesend sein.

Du bist so nah – und wieder nicht

Ilana Shmueli in Lesung und Gespräch

Moderation: Thomas Sparr Suhrkamp Verlag, Frankfurt a.M.

Einführung: André Schmitz Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin
Auszüge aus dem Film "Der Klang der Worte – Deutsche Sprache in Jerusalem" (2008, Regie: Gerhard Schick) machen mit Ilana Shmuelis Leben in Israel, Jerusalem, vertraut.

 

Do 28.05., 20:00 Uhr, Literaturwerkstatt Berlin

10435 Berlin, Knaackstr. 97

Ilana Shmueli (*1924 Czernowitz), die frühe und späte Freundin Paul Celans, bezeugt durch ihr Werk und ihr Leben eine ganze Epoche europäischer Lyrik. Über die Begegnung mit Celan hat sie ein Buch verfasst: „Sag, daß Jerusalem ist" (Edition Isele 2000). Im Suhrkamp Verlag erschien 2004 ihr Briefwechsel mit Paul Celan von 1967 bis 1970. Ilana Shmueli schrieb Gedichte "Zwischen dem Jetzt und dem Jetzt" und das Buch "Ein Kind aus guter Familie. Czernowitz 1924-1944", aktuell erschienen ist "Zeitläufe - ein Brief" (alle Rimbaud Verlag).
Am 15. Mai wird ihr Werk mit dem Theodor Kramer Preis, vergeben für Schreiben im Widerstand und im Exil, ausgezeichnet. In der Begründung heißt es:
„,Spät und tief' sind die Gedichte Ilana Shmuelis auf uns gekommen, wie aus einer anderen Zeit und einem anderen Raum. Ortlosigkeit und Wortlosigkeit, die Erfahrung, unbeheimatet und sprachlos zu sein, ist eine der Wurzeln, aus denen ihre Dichtung hervorwächst. Und dennoch verbinden sich ihre Verse in äußerster Verknappung des Ausdrucks mit einem reichen Strom von Vorstellungen. Es ist eine große Lebendigkeit, die hier von sich zeugt, die gegen Enge, Kälte, Vorurteil anrennt. Shmuelis Dichtung ist ,Zwischenruf, Einspruch, Widerwort, Aufschrei'".
Seit 1944 lebt Ilana Shmueli in Israel und hat die Sozialpädagogik des Landes mit aufgebaut.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Literaturwerkstadt Berlin mit dem Suhrkamp Verlag. Mit freundlicher Unterstützung des Goethe-Institutes.

 

 

THEODOR KRAMER PREISES FÜR SCHREIBEN IM WIDERSTEND UND IM EXIL 2009
an Ilana Shmueli und Josef Burg

Programm der Veranstaltungen zum Theodor Kramer Preis
Mit Unterstützung des Landes Niederösterreich, der Stadt Wien, der Kunstsektion des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur, des Bezirks Wien-Leopoldstadt, der Grazer AutorInnen Versammlung, Kultur Kontakt Austria und der Botschaft Israels in Österreich. In Kooperation mit dem Unabhängigen Literaturhaus Niederösterreich (Krems), dem Adalbert-Stifter-Institut des Landes Ober­österreich (Linz), dem Literaturhaus Salzburg, dem Psychosozialen Zentrum ESRA (Wien), der Vereinigung Or Chadasch (Wien), dem Lyrik Kabinett München.


Präsentation Salzburg

Dienstag, 19. Mai, 20.00, Literaturhaus Salzburg, Strubergasse 23

Einführung: Konstantin Kaiser
Armin Eidherr über Josef Burg
Frank Schablewski über Ilana Shmueli


Lesung von Ilana Shmueli
"Bukowina, der literarischer Unruheherd"

Donnerstag, 21. Mai, 11.00, ESRA, Tempelgasse 5, 1020 Wien

Begrüßung: Peter Schwarz (ESRA)
Einführung: Konstantin Kaiser (TKG)
Lesung aus dem Werk Burgs: Felix Mitterer
Lesung von Ilana Shmueli
Moderation: Heinz Janisch
Musikalische Begleitung: Ensemble Bulgareaska (Günther Schöller, Akkordeon, und Claudia Wratschko, Klarinette)

Anschließend laden ESRA und die Botschaft des Staates Israel in Wien
zu einer Erfrischung.
Eintritt frei, Spenden erwünscht!

Wir bitten um Anmeldung: ESRA, Tel. 01/214 90 14 oder eMail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. .

Bitte bringen Sie wegen der notwendigen Sicherheitsmaßnahmen einen
amtlichen Lichtbildausweis mit!


"Der Klang der Worte"

Sonntag, 24. Mai, 19.00, Or Chadasch, Robertgasse 2, 1020 Wien

Vorführung des neuen Films (2008) von Gerhard Schick über den israelischen Lyriskreis "Der Klang der Worte. Deutsche Sprache in Jerusalem" mit Eva Avi-Jonah, Ilana Shmueli, Manfred Winkler u.a. (eine Co-Produktion des Goethe-Instituts)
Einführung: Siglinde Bolbecher; Gespräch mit Ilana Shmueli. - Eine Veranstaltung der FrauenAG in der öge und Or Chadasch - mehr Infos finden Sie zu der Veranstaltung weiter unten.

 

Verleihung des
THEODOR KRAMER PREISES FÜR SCHREIBEN IM WIDERSTEND UND IM EXIL 2009
an Ilana Shmueli und Josef Burg

Feierliche Preisverleihung

Freitag, 15. Mai, 19.00, ehem. Minoritenkirche Krems-Stein, Minoritenplatz 4

Begrüßung durch VertreterIn des Landes Niederösterreich und den Präsidenten der Theodor Kramer Gesellschaft, Univ.-Prof. Dr. Karl Müller
Laudatio für Josef Burg: Armin Eidherr
Lesung aus dem Werk Burgs: Felix Mitterer
Laudatio für Ilana Shmueli: Matthias Fallenstein
Lesung von Ilana Shmueli
Musikalische Begleitung: Alexander Fisher, Trompete

Um Anmeldung wird gebeten: Unabhängiges Literaturhaus NÖ, Tel. 02732/72884, http://www.theodorkramer.at/mail%20to:% Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. oder Theodor Kramer Gesellschaft, Tel. 01/720 83 84, http://www.theodorkramer.at/mail%20to:% Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Für BesucherInnen aus Wien fährt ein Bus der Theodor Kramer Gesellschaft nach Krems, Kostenbeitrag Euro 10,- pro Person. Anmeldung erforderlich unter Tel. 01/720 83 84, http://www.theodorkramer.at/mail%20to:% Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. . Abfahrt in Wien 17.15, Rückfahrt um 22.30.


Präsentation Linz

Montag, 18. Mai, 19.30, Adalbert-Stifter-Haus, Adalbert-Stifter-Platz 1

Einführung: Siglinde Bolbecher
Lesung aus dem Werk Burgs: Felix Mitterer
Lesung von Ilana Shmueli

 

Sonntag, 24. Mai 2009, 19.00 Uhr, Or Chadasch, 1020 Wien, Robertgasse 2

Der Klang der Worte
Ein Film von Gerhard Schick über den Lyris Kreis (ein Kreis deutschsprachiger LyrikerInnen) in Jerusalem (eine Co-Produktion des Goethe-Instituts).


Daran anschließend:

Ilana Shmueli im Gespräch mit Siglinde Bolbecher

Ilana Shmueli, Kramer Preisträgerin 2009, hat sich in ihren Erinnerungen als ein eher "unangepass­tes Kind" mit kritischem Blick und Hang zur Ironie beschrieben. Siglinde Bolbecher, die Leiterin der FrauenAG in der Österreischischen Gesellschaft für Exilforschung (öge) setzt mit Ilana Shmueli die Reihe der Gespräche mit exilierten Frauen fort: Lebensgeschichte, Genderproblematik, aktuelles Engagement.

Ilana Shmueli, geboren März 1924 in Czernowitz, lebt in Jerusalem. Nach Ghetto und Überweisung ins Juden-Wohnviertel 1944 Flucht mit Eltern nach Tel Aviv. Studium der Musikerziehung, Sozialarbeit und Kriminologie. Bekanntschaft u.a. mit Oskar Kokoschka, Rose Ausländer und Paul Celan, über den sie 1999 ihre Aufzeichnungen "Sag, daß Jerusalem ist" auf Hebräisch veröffentlichte (mit Übersetzung von 27 Gedichten Celans). Begann spät eigene Lyrik und autobiographische Prosa zu publizieren. Zuletzt erschien der Gedicht­band "Zwischen dem Jetzt und dem Jetzt"
im Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft in Kooperation mit Rimbaud (2007) der Gedichtband "Zwischen dem Jetzt und dem Jetzt". 112 S. ISBN 978-3-901602-31-3.

Siglinde Bolbecher, Mag. phil., Exilforscherin, Historikerin, Literaturwissenschaftlerin. Mitbegründerin und stv. Vorsitzende der Theodor Kramer Gesellschaft, Hg. der Zeitschrift Zwischenwelt und der Buchreihe Antifaschistische Literatur und Exilliteratur. Zahlreiche Aufsätze zu Zeitgeschichte und Exilliteratur. Hg. des Buchs Frauen im Exil, der gesammelten Werke von Stella Rotenberg und Mitverfasserin des Lexikons der
österreichischen Exilliteratur (2000).

Eine Kooperation von öge-FrauenAG und Or Chadasch. 

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Wir laden herzlich zu


Lesung Ilana Shmueli

Dienstag, 26. Mai, 20.00, LyrikKabinett, Amalienstraße 83A, München

Einführung: Matthias Fallenstein


Die Mitwirkenden an den Veranstaltungen in Krems, Linz, Salz­burg, Wien, München

Siglinde Bolbecher, geb. 1952 in Wien, Studium der Geschichte und Philosophie, langjährige Lehrtätigkeit an der Akademie für Sozialarbeit. Mitbegründerin des "Arbeitskreises Antifaschistische Literatur", Mitherausgeberin der Buchreihe "Antifaschistische Literatur und Exilliteratur ─ Studien und Texte" und der Zeitschrift "Zwischenwelt". Mitverfasserin des "Lexikons der österreichischen Exilliteratur". Historikerin, Essayistin und Lyrikerin. Gab zuletzt heraus: Frauen im Exil (2007).

Armin Eidherr, geb. 1963 in Wels, Studium der Germanistik und Romanistik in Salzburg, Dissertation über das Übersetzen aus dem Jiddischen. 1993-98 in Chile und Italien. Lebt in Salzburg als Schriftsteller, Übersetzer und Universitätslektor. Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Zentrums für jüdische Kulturgeschichte an der Universität Salzburg. Herausgeber der Jiddischen Bibliothek im Otto Müller Verlag, Salzburg. 2000 Johann-Heinrich-Voß-Preis. Zahlreiche Buchveröffentlichungen, zuletzt u.a.: Pferde in der Weltliteratur (2002); Jiddische Kultur und Literatur aus Österreich (2003); Sterne altern nicht (ausgewählte Erzählungen von Josef Burg, 2004); Diaspora ‑ Exil als Krisenerfahrung: Jüdische Bilanzen und Perspektiven (zusammen mit Gerhard Langer und Karl Müller; Wien, Klagenfurt 2006).

Matthias Fallenstein, geb. 1947 in Greiz‑Kurtschau (Thüringen), aufgewachsen in Hameln an der Weser, studierte Evangelische Theologie und Philosophie und Heilpädagogik in Wuppertal und Marburg an der Lahn; Doktorat mit einer religionsphilosophischen Arbeit über Heinrich Scholz. Tätigkeit als Heilpädagoge, Lehrer in einer Schule für geistig Behinderte. Lehrbeauftragter in Philosophie an der Universität Bielefeld. Redakteur einer Zeitschrift für Eltern behinderter Kinder, Arbeit in einer Einrichtung für geistig behinderte Erwachsene. Essays und Kritiken für die "Deutsche Lehrerzeitung", "Das Argument". 2007 Übersiedlung nach Wien; Beiträge u.a. für "Zwischenwelt", "Wespennest, "Prolog".

Alexander Fisher, Komponist und Musiker, geb. in Chabarowsk (Russland), klassische musikalische Ausbildung in Moskau (Ab­schluss mit Auszeichnung) in der Trompetenklasse. Danach im "Oleg‑Lundstrem‑Orchester" und im "Allegro‑Ensemble". 1988-91 Auftritte mit dem Pianisten Daniel Kramer; galt als bester Jazztrompeter des Landes; Gastspiele in aller Welt. Seit 1993 lebt Fisher in Wien und unterrichtet am Vienna Konservatorium.

Heinz Janisch, Mitarbeiter beim ORF Hörfunk. Verantwortlicher Redakteur der Reihe "Menschenbilder" und Gestalter vieler Porträts. Moderator beim "Radiokolleg". Seit 1998 Gestalter der Reihe "Die Radiokolleg Bibliothek". Zahlreiche Veröffentlichungen als Autor. Mehrere Literaturpreise.

Konstantin Kaiser, geb. 1947 in Innsbruck; Studium der Philoso­phie in Wien; seit 1983 freier Schriftsteller und Literaturwissenschaftler; Mitbegründer der "Theodor Kramer‑Gesellschaft" und der "Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung". Zahlreiche Veröffentlichungen, darunter Essays, Gedichte und Prosa, zuletzt u.a.: In welcher Sprache träumen Sie? Österreichische Lyrik des Exils (Mithg., 2007); Ausgewählte Gedichte (2007); Ohnmacht und Empörung (Schriften, 2008).

Felix Mitterer, geb. 1948 in Achenkirch (Tirol); nach der Geburt zur Adoption an das Landarbeiterehepaar Mitterer freigegeben. 1962-66 Lehrerbildungsanstalt in Innsbruck; danach zehn Jahre beim Zoll. Ab 1970 erste Veröffentlichungen, ab 1977 freier Schriftsteller. Hauptrolle in seinem ersten Theaterstück "Kein Platz für Idioten". Seit 1995 in Castlelyons (Irland) ansässig. Erzähler, Stückeschreiber, Schauspieler, Librettist, Übersetzer, Hörspiel- und Drehbuchautor (zuletzt 2008 für den Aufsehen erregenden Kriminalfilm "Baum der Erlösung"). Verfaßte zuletzt u.a. das Musical "Die Weberischen" (2006) und das Stück "Der Patriot" (2008). Gesammelte Stücke in drei Bänden sind im Haymon-Verlag, Innsbruck, erschienen.

Frank Schablewski, geb. 1965 in Hannover, studierte bildende Kunst und Literatur in Düsseldorf, sowie Tanz in Deutschland, der Schweiz und Frankreich. 1995 Publikumspreis beim 1. Düsseldorfer Dichterpreis. Enge Zusammenarbeit mit Ilana Shmueli bei wiederholten Aufenthalten in Israel. Bücher u.a.: Nebengeräusche (Aachen 2005); Mauersegler (Aachen 2002); Wasserfelle (Aachen 2001); Lauffeuerpausen (Aachen 1999).

Günther Schöller (Akkordeon) beschäftigt sich seit 1999 in Theorie und Praxis mit Klezmer-Musik und Jiddischen Liedern. Teilnahme an Workshops und Seminaren in Wien, Weimar, Paris und Montreal. Unterricht im Klezmer-Akkordeon-Stil bei Alan Bern und Joshua Horowitz; arbeitet als Kulturmanager in Wien, derzeit beim Jüdischen Theater Austria. Mitglied mehrerer Klezmergruppen, u.a. Pallawatsch, Narishe Tantz und Bulgareaska.

Claudia Wratschko (Klarinette), Ausbildung am Konservatorium Wien, seit 2000 intensive Auseinandersetzung mit Klezmer-Musik, Teilnahme an Festivals in Chisinau, Czernowitz, Weimar, Moskau und Wien. Meisterklassen bei Isaak Loberan, Alexandr Danilov, Genadi Formin, Frank London und David Krakauer. Auftritte mit den Gruppen Bulgareaska, Pallawatsch, Scholem Alejchem und der Austrian Mountains Klezmer Band. Musikmanagement und reger Austausch mit der internationalen Klezmer-Szene.

 

 

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Tagung
Kritische Bibliothekare
Angriff auf die historische Erinnerung


Von Freitag, den 15.Mai 2009, ab 17.30 Uhr, bis Sonntag, den 17.Mai 2009, 14.00 Uhr

Politische Strategien mit antidemokratischen, rechtsextremen, geschichtsrevisionistischen, rassistischen, antisemitischen und weltverschwörerischen Inhalten bedienen sich einer Vielfalt traditioneller und moderner Medien. Damit sind auch Bibliotheken als klassische Orte der Informationsvermittlung herausgefordert. Wie gehen Bibliothekarinnen und Bibliothekare mit jenen Tendenzen um, die unter dem Vorwand der „Meinungsfreiheit“ die Demokratie missbrauchen?

Orte
Auftaktveranstaltungen am Freitag, 15.5.2009 ab 17.30 Uhr:
Veranstaltungszentrum des Dokumentationsarchivs des österreichischen
Widerstandes:  Altes Rathaus - Innenhof, Zugang: Wipplingerstraße 6-8 oder
Salvatorgasse 7, 1010 Wien (Buslinien 1 A, 2 A, 3 A Station Hoher Markt)
 

Tagung
Renner-Institut, Ziegelzimmer
Eingang: Gartenhotel Altmannsdorf, Hoffingergasse 26-28, 1120 Wien
(U 6 Station Schöpfwerk)
 

Programm:

Freitag, 15. Mai 2009
Die Auftaktveranstaltungen finden im Veranstaltungszentrum des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW) statt: Altes Rathaus – Innenhof, Zugang Wipplingerstraße 6-8 oder Salvatorgasse 7, 1010 Wien 

17.30 Uhr  Heribert SCHIEDEL (DÖW) stellt die Arbeit des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes vor – Führung durch das DÖW
19.30 Uhr  Erinnerung als Widerstand? Zur Aktualität von Literatur über die Shoa
Podiumsdiskussion mit Erich HACKL, Doron RABINOVICI, Susanne SCHOLL und Renate WELSH - Moderation: Siglinde BOLBECHER (Theodor Kramer Gesellschaft)

Samstag, 16. Mai 2009
9.00 Uhr Begrüßung und Vorstellungsrunde
9.30 Uhr    Heribert SCHIEDEL (DÖW):
Zwischen Macht und Kriminal – Rechtsextremismus in Österreich. Geschichte, Strukturen, Erfolgsbedingungen und (Gegen-)Strategien
12.00 Uhr   Mittagessen
13.30 Uhr   Roman SCHWEIDLENKA (LOGO ESO.INFO Steiermark):
Runenmagier, Außerirdische und Weltverschwörer. Rechte Esoterik und ihre literarische Verbreitung
15.30 Uhr Ines AFTENBERGER (Graz):  „...und er zog selbst Furchen für andere“ (Leopold Stocker – Verlag) Verlage als rechtsextreme AkteurInnen in Österreich
17.00 Uhr Drei Workshops zu den jeweiligen Themenbereichen der Referate
18.30 Uhr Abendessen

Sonntag, 17. Mai 2009
9.00 Uhr Berichte aus den Workshops
10.00 Uhr Fazit – Seminarkritik
11.00 Uhr Programmplanung für das Herbstseminar 2009
12.00 Uhr Mittagessen
14.00 Uhr Ende der Tagung

Eine gemeinsame Veranstaltung des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes, der Österreichischen Gesellschaft für Kulturpolitik und der Theodor Kramer Gesellschaft.

 

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DIPLOMATISCHE AKADEMIE, Favoritenstr.15 a

1040 WIEN

Felix Kreissler Arbeitsstelle fuer oesterreichisch-franzoesische Beziehungen

DO 07.05.09 19.00 Uhr Festsaal

Tel.: - Fax: 01/504 22 65 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

B U C H P R Ä S E N T A T I O N

DENKMÄLER ALS MEDIEN DER ERINNERUNGSKULTUR IN FRANKREICH SEIT 1944

Mechthild GILZMER (Professorin für Frankreich-Wissenschaft an der TU Berlin)
Begrüßung und Moderation: Michel CULLIN (Leiter der Felix Kreissler-Arbeitsstelle für österreichisch-französische Beziehungen
an der Diplomatischen Akademie Wien

 

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DIE MÜHEN DER GEBIRGE UND DER EBENEN
Edith und Arthur West – eine Veranstaltung zum 90. Geburtstag von Edith West 

Dienstag, 7. April, 19 Uhr
Republikanischer Club, 1010 Wien, Rokhgasse 1


Mit Siglinde Bolbecher, Konstantin Kaiser u.a. Arthur West (1922 – 2000) lernte alle Situationen des Exils kennen: Flucht nach England, Hilfsarbeiter in London, Internierung und Deportation nach Australien, „Free Austrian Youth“, Freiwilliger zur britischen Armee. Nach seiner Rückkehr nach Wien Schriftsteller, Theaterkritiker, Kulturredakteur der „Volksstimme“. 1943 heiratete er Edith West, Trauzeuge war Erich Fried. Edith West erzählt von dem gemeinsamen Weg durch Krieg und Nachkrieg. Eine dreibändige Werkausgabe Arthur Wests erschien 2002 in Berlin.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Republikanischer Club und Theodor Kramer Gesellschaft – wir freuen uns auf Ihr Kommen. 

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Italienisches Kulturinstitut Wien
Palais Sternberg, Ungargasse 43, A-1030 Wien
Donnerstag, 19. März 2009, 19.00 Uhr

Christina Köstner, Klaus Voigt (Hg.): Österreichisches Exil in Italien 1938–1945

Die druckfrische deutschsprachige Ausgabe wird von der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung in Zusammenarbeit mit dem Italienischen Kulturinstitut Wien und dem Mandelbaum Verlag präsentiert. Das Buch ist der zweite Band in der öge-Buchreihe Exilforschung heute. Eine italienische Fassung des Buchs ist parallel dazu in Kooperation mit dem Forum Verlag, Udine in Vorbereitung.

Programm
Begrüßung: Dr. Arnaldo Dante Marianacci, Italienisches Kulturinstitut Wien
Einführende Worte: Dr. Sandra Wiesinger-Stock, Österreichische Gesellschaft für Exilforschung
Buchvorstellung: Dr. Christina Köstner, Wien und Prof. Dr. Klaus Voigt, Berlin
Lesung: Doz. Dr. Renate Lunzer, WienBüchertisch.
Anschließend lädt das Italienische Kulturinstitut Wien zu einem Glas Wein.

Italien war als Zufluchtsort für viele Tausende in Österreich vom Nationalsozialismus Verfolgte von extremen Widersprüchen geprägt: Der offiziellen Politik der Judenverfolgung standen eine geradezu herzliche Hilfsbereitschaft und Zivilcourage der ärmeren Bevölkerung und des niederen Klerus gegenüber. Dies gab zahlreichen Flüchtlingen berechtigte Hoffnung und ließ sie, entgegen ursprünglicher Pläne, länger bleiben als geplant. Trotzdem blieb Italien für viele ein Durchgangsland auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft.
Auch nach 1945 entstandene Berichte und Tagebuchauszüge wurden in den Band aufgenommen, um ein möglichst breitgefächertes Bild von Eindrücken und Erfahrungen zu geben. Sie erzählen u.a. von der Situation in Südtirol, führen nach Kalabrien und in das von Italien besetzte nordafrikanische Bengasi. Menschen, die den Holocaust nicht überlebt haben, wird hier ein Denkmal gesetzt. Einen Schwerpunkt bilden Beiträge zu SchriftstellerInnen und KünstlerInnen wie Hermann Hakel, Franz Theodor Csokor, Maria Likarz-Strauss, Hans Escher und Alexander Sacher-Masoch, die – im Gegensatz zu vielen heutigen Flüchtlingen aus Afrika, die in Lampedusa Zuflucht suchen – in der Gesellschaft freundliche Aufnahme fanden. Erstmals liegt mit diesem Band nun eine umfassende Buchpublikation zum österreichischen Exil in Italien vor.

Christina Köstner, Klaus Voigt (Hg.): Österreichisches Exil in Italien 1938–1945. Wien: Mandelbaum 2009
(= Exilforschung heute, Buchreihe der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung, hg. von Sandra Wiesinger-Stock/Konstantin Kaiser, Bd. 2) 371 S., zahlr. Abb., EUR 24,90 • ISBN: 978385476-281-2

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Wien, im Februar 2009

An die
Mitglieder und Förderer der Theodor Kramer Gesellschaft


EINLADUNG ZUR ORDENTLICHEN GENERALVERSAMMLUNG

am Dienstag, 10. März 2009, 16 Uhr 30,
in der Österreichischen Gesellschaft für Literatur,
1010 Wien, Herrengasse 5

Anschließend, 19 Uhr:
ZUM TAG DER LYRIK 2009: Otto Basil – ein Poet der Inneren Emigration.
Gemeinsame Veranstaltung mit der Österreichischen Gesellschaft für Literatur


Achtung: Die Generalversammlung beginnt faktisch erst um 17 Uhr. Laut Statut ist nämlich die General-versamm-lung "bei Anwesenheit der Hälfte aller stimmberechtigten Mitglieder bzw. ihrer Vertreter (bei den juristischen Personen) beschlußfähig. Ist die Generalver-sammlung zur festgesetzten Stunde nicht beschlußfähig, so findet die Generalversammlung dreißig Minuten später mit derselben Tagesordnung statt und ist ohne Rücksicht auf die Anzahl der erschienenen Mitglieder beschlußfähig."

TAGESORDNUNG
1. Berichte der Vorsitzenden: Aktuelles und Projekte und Schwerpunkte 2009
2. Finanzen: Bericht des Sekretärs
3. Bericht der Rechnungsprüfer; Entlastung des Vorstands
4. Neuwahl des Vorstands und der Rechnungsprüfer
5. Allfälliges

Im Anschluß an die Generalversammlung sind für die Mitglieder Erfrischungen bereitgestellt.
Beim Büchertisch bietet sich Ihnen die Gelegenheit, die Ihnen vielleicht noch fehlenden Publikationen unserer Gesellschaft mit Mitgliederrabatt zu erwerben.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Karl Müller, Vorsitzender
Siglinde Bolbecher, Stellv. Vors.
Peter Roessler, Schriftführer

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ZUM TAG DER LYRIK 2009

gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Literatur
laden wir herzlich zur Buchpräsentation:


Otto Basil – ein Poet der Inneren Emigration


Dienstag, 10. März, 19 Uhr
Österreichische Gesellschaft für Literatur, 1010 Wien, Herrengasse 5

Christian Teissl liest und kommentiert Gedichte Otto Basils.
Konstantin Kaiser: Über die Innere Emigration in Österreich
Präsentation von Otto Basils ausgewählten Gedichten „Schon sind wir Mund und Urne“ hg. von Christian Teissl.
Wien und Aachen: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft/Rimbaud Verlag 2008.
Moderation: Manfred Müller

Otto Basil (1901 – 1983) war Journalist und Verlagslektor, Barpianist, Industriean-gestellter, Dramaturg, Publizist, Freund Joseph Kalmers und Theodor Kramers, Heraus-geber der legendären Zeitschrift „Plan“ (1937 und 1945-48, in der NS-Zeit verboten). Bekannter Theaterkritiker, von 1948-64 Kulturredakteur der Tageszeitung „Neues Österreich“. Als bedeutender Lyriker und als einer, der sich dem antinazistischen Widerstand und dem Exil tätig verbunden zeigte, ist er zu entdecken.

Christian Teissl, geb. 1979, lebt als Germanist und freier Schriftsteller in Graz. Veröffentlichte zuletzt: Das große Regenalphabet (2006). Gab 2008 mit Heimo Halbrainer G.E.H. Schneiders in Gestapohaft entstandene Gedichte heraus.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!