AKTUELLES

 

FOTOS sind online

Buchpräsentation Nahid Bagheri-Goldschmied: Chawar
24. November 2009, Studio Leander Kaiser

Buchpräsentation Isaak Malach: Isja, ein Kind des Krieges
29. Oktober 2009, Jüdisches Museum Wien

Buchpräsentation Lili Grün: Alles ist Jazz
1. Dezember 2009, Festsaal des Bezirksamts Leopoldstadt

Einleitende Worte von Konstantin Kaiser
youtube-Kanal von www.literaturbuffet.com

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Frisch aus der Druckerei

wurde gestern der Roman Chawar von Nahid Bagheri-Goldschmied präsentiert und wird ab sofort ausgeliefert:

Nahid Bagheri-Goldschmied: Chawar
Roman. Mit einem Nachwort von H.W. Käfer. Aus dem Persischen von der Autorin. Reihe anders erinnern, Bd. 3
Wien: Theodor Kramer Gesellschaft 2009. 147 Seiten. ISBN 978-3-901602-21-4
Euro 18,-/SFr 27,90

Mitglieder der Theodor Kramer Gesellschaft erhalten 20 % Rabatt auf die Bücher des Verlags der TKG.

 

 

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Ein paar Zahlen aus der Statistik

Wir freuen uns, daß wir auf www.theodorkramer.at bereits über 7.600 Zugriffe verzeichnen können. Mit heutigem Tag wurde auf die „Zeitschrift Zwischenwelt“ 1.000 mal geklickt (Platz 5) und die „Veranstaltungen“ wurden fast 2.000 mal (Nr. 1) besucht. Platz 2 im Ranking ist „ÜBER UNS“, Platz 3 „Theodor Kramer“ mit 1.119 Zugriffen und Platz 4 „BUCH VERLAG“ mit immerhin auch 1.070 Klicks. Wir danken für Ihr Interesse!

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Erwin Rennert ist tot

Die Theodor Kramer Gesellschaft trauert um ihr langjähriges Mitglied Erwin Rennert. Erwin Rennert, geb. 1926 in Wien, flüchtete 1939 in die USA. Die Eltern wurden 1942 in Maly Trostinec ermordet. US-Army und Studium in New York. 1961 Rückkehr nach Wien. Tätigkeit u.a. in der Industrial Information Section der UNIDO. Veröffentlichte u.a. zwei Bände Limericks (Wien 1992, Wien 1994) und zwei Bände seiner Erinnerungen (Wien 2000, Wien 2005). Drei seiner Gedichte wurden in der letzten Ausgabe der Zwischenwelt, August 2009, 26. Jg., 1-2/2009, S. 26, veröffentlicht.

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Die Gesellschaft für Exilforschung hat eine neue Homepage! - http://exilforschung.de

Die Homepage der Gesellschaft für Exilforschung ist neu konzipiert. – Z.B. unter “Aktuelles” finden Sie Hinweise auf künftige Tagungen und Calls for Papers auch von Seiten anderer Gesellschaften und Institutionen, sowie Berichte über Ausstellungen und Tagungen und die Rubrik „Suchanfragen und Angebote“.

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Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft auf der
Buch Wien 09

Vom 12. bis 15. November fand die Buch Wien 09 im Wiener Messegelände statt; rund um die Messe auch die Lesefestwoche an vielen Orten Wiens. Die Buch Wien übersiedelte heuer in eine kleinere Halle, da weniger Verlage teilnahmen als 2008, in Summe wirkte die Messe dadurch intimer und übersichtlich. Das zumeist nicht zahlreich vorhandene Publikum konnte bei den vielen angebotenen Veranstaltungen vor Ort noch während der Veranstaltung aus dem großzügigen Sitzplatzangebot wählen. Die Neuerscheinungen des Verlags der Theodor Kramer Gesellschaft und unsere Zeitschrift Zwischenwelt waren, wie auch immer auf den Buchmessen in Frankfurt und Leipzig, auf dem Stand der IG AutorInnen vertreten und gut präsentiert. Auch im Katalog „Die Literatur“ der österreichischen Kunst-, Kultur- und Autorenverlage sind wir zu finden (S. 108). Wir danken dem Team der IG AutorInnen für diese Unterstützung und gute Zusammenarbeit!

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Online-Veranstaltungskalender für Exil, Verfolgung und Erinnerungskultur

Die öge informiert: Auf der Webseite der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung (öge) – www.exilforschung.ac.at – können Sie Ihre Veranstaltungen zu den Themen Exil, Verfolgung und Erinnerungskultur mit einem von Ihnen gewählten Passwort selbst ins Netz stellen. Damit können Sie Ihr Publikum rechtzeitig von Ihren Veranstaltungen bzw. allfälligen Änderungen dazu informieren. Der Kalender ermöglicht eine bessere Koordination von Terminen und soll eine möglichst umfassende Onlineplattform für alle Veranstaltungen in den Bereichen von Exilforschung und Erinnerungskultur sein. Er hilft, zeitliche Überschneidungen zu vermeiden. Veranstaltungen können mit dem eigenem Logo oder einer gestalteten Seite bzw. einem Foto (jpg) illustriert werden. Zu den Websites der einzelnen VeranstalterInnen wird selbstverständlich direkt verlinkt. Umgekehrt bittet die öge alle BenutzerInnen des Kalenders, wenn Sie eine eigene Website haben, ebenfalls auf http://kalender.exilforschung.org/content/event_list_event.aspx zu verlinken.
Der Kalender ist für öge-Mitglieder (Institutionen und Einzelpersonen) sowie GastbenutzerInnen kostenlos zugänglich. GastbenutzerInnen bittet die öge, vorläufig nach Möglichkeit eine zweite, nicht so häufig benutzte E-Mailadresse zu verwenden, da gegebenenfalls eine spätere Anmeldung mit derselben Adresse als Mitglied in der nun anlaufenden Beta-Version leider noch nicht möglich ist.
Wir bitten Sie, Ihre Veranstaltungen im eigenen und unser aller Interesse so rasch wie möglich einzutragen.

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Ehrungen

Am 10. Dezember 2009 um 10 Uhr wird im Wappensaal im Rathaus Cécile Cordon das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien überreicht, „in Würdigung ihrer Leistungen“.
Cécile Cordon, Vorstandsmitglied der Theodor Kramer Gesellschaft und Gemeinderätin a.D., unterstützt durch den 2004 gegründeten Verein CONFINIS mildtätige Projekte in Entwicklungsländern, vor allem in Osteuropa.
Wir gratulieren herzlich!

Am 10. November wird Elazar Benyoetz im Stadttheater Wiener Neustadt das Ehrenzeichen der Stadt Wiener Neustadt überreicht.
Laudatio: Univ. Prof. Werner Helmich. Details zur Ehrung siehe unter Veranstaltungen.
Wir gratulieren herzlich!

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Weitere Fotoalben online

Goldenes Verdienstzeichen der Stadt Wien an Konstantin Kaiser, Rathaus, 30.9.09. Fotos: Wladimir Fried
Lesung und Gespräch mit Eva Kollisch (New York) im Republikanischen Club, 29.9.09. Fotos: Wladimir Fried

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Herbert Exenberger ist tot

Wir trauern um unseren Freund und langjährigen Mitarbeiter Herbert Exenberger, der in der Nacht von 8. auf 9. Oktober im Alter von 66 Jahren verstorben ist.
Herbert Exenberger, Prof., geb. 1943 in Wien, nach B-Matura Zweigstellenleiter der Wiener Städtischen Büchereien. 1970-2003 Bibliothekar am Dokumentationsarchiv des österr. Widerstandes. Seit über vierzig Jahren Mitarbeiter im Bezirksmuseum Simmering, gestaltete Sonderausstellungen, z.B. über Widerstand und Verfolgung in Simmering 1934-45 und über Rosa Jochmann.

1983 Victor-Adler-Preis, 1991 Willy und Helga Verkauf-Verlon Preis u.a. Veröffentlichte zuletzt „Gleich dem kleinen Häuflein der Makkabäer. Die jüdische Gemeinde in Simmering 1848-1945“ (Wien 2009).
Beim Symposium „Subjekt des Erinnerns?“ wollte Herbert Exenberger mit Herbert Staud, Evelyn Adunka und Eleonore Lappin-Eppel im Panel über seine Erinnerungsarbeit in Simmering sprechen. Schon da zwang ihn seine Krankheit kurzfristig wieder zu einem Spitalsaufenthalt. Hier das in der Tagungsbroschüre veröffentlichte Exposé:

Herbert Exenberger
Jüdisches Leben in Simmering. Persönliche Notizen zur Erinnerungsarbeit in einem Wiener Bezirk

1965 erlebte ich, wie bei der Demonstration gegen den antisemitischen Hochschulprofessor Taras Borodajkewycz der Widerstandskämpfer Ernst Kirchweger erschlagen wurde. Früh schon interessiert an der Geschichte meines Heimatbezirkes Simmering, gestaltete ich Ausstellungen und Publikationen über Widerstand und Verfolgung in Simmering, organisierte, ermutigt u.a. durch Rosa Jochmann, Seminare gegen den Rechtsextremismus. Seit 1970 Bibliothekar des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes, habe ich über die im Austrofaschismus und Nationalsozialismus verfolgten, vertriebenen, ermordeten sozialistischen Schriftsteller und vieles andere gearbeitet, aber die Erforschung der Geschichte der jüdischen Gemeinde in Simmering hat mich immer weiter beschäftigt – 1978 mit einem Artikel in den „Simmeringer Museumsblättern“, 1988 mit einer Ausstellung im Bezirksmuseum. Selbst die von mir mitbetriebenen, 1996 publizierten Forschungen zur Vertreibung jüdischer Mieter aus den Wiener Gemeindebauten und die darauf aufbauende Wanderausstellung hatten Folgen in
Simmering: Der Bezirksobmann der FPÖ Simmering, Kamerad Martin Grafs in der Burschenschaft „Olympia“, lief Sturm gegen eine Schautafel, die an die heutige Hetze gegen „Ausländer“ in Gemeindebauten erinnerte. Auch die Anbringung von Gedenktafeln an ermordete Simmeringer Juden stieß auf Ablehnung mancher Hausbesitzer – selbst wenn die Tafel nur im Rahmen einer Kundgebung vorübergehend am Haus platziert werde, würden sie die Polizei rufen. Ein Höhepunkt war für mich heuer das Erscheinen meines Buches über die Simmeringer Juden im Mandelbaum Verlag.

Erinnerungsarbeit besteht für mich aus einem Geflecht von großen und kleinen Initiativen, Anstößen ‚von oben‘ genauso wie ‚von unten‘, zähen Zwistigkeiten und überraschenden Durchbrüchen. Die wissenschaftliche Forschung gehört dazu, aber auch das Buffet, zu dem die Muslimische Arbeiterunion bei einem interkonfessionellen Gedenken an das Novemberpogrom 2008 in die Evangelische Kirche Simmerings lud.

Die Trauerfeier wird am Dienstag, den 27. Oktober 2009, 10.00 Uhr in der Halle 2 des Wiener Zentralfriedhofs (1110 Wien, Simmeringer Hauptstraße 234, Tor 2) abgehalten. Die Beisetzung im engsten Familien- und Freundeskreis findet um 13.00 Uhr auf dem Inzersdorfer Friedhof statt.

Wolfgang Neugebauer zum Tod Herbert Exenbergers und Beiträge von Herbert Exenberger auf der Seite des Dokumentationsarchivs des österr. Widerstandes

Die Aussendung zum Tode von Herbert Exenberger vom Bund Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer und Opfer des Faschismus

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Wir gratulieren Herta Müller zum Nobelpreis für Literatur 2009!

Stockholm - Der Literatur-Nobelpreis 2009 geht an die 56-jährige deutsch-rumänische Autorin Herta Müller, das gab die Schwedische Akademie heute, Donnerstag, 13.00 Uhr, in Stockholm bekannt.
1999 publizierte Herta Müller bei Zsolnay den seit Jahren vergriffenen Gedichtband Theodor Kramer: Die Wahrheit ist, man hat mir nichts getan.
Daniela Strigl geht in ihrer Besprechung anfangs auf die Frage ein, wie kommt die in Rumänien gebürtige Herta Müller dazu, Gedichte von Theodor Kramer herauszugeben? So erfahren wir, „vor allem aber waren Kramers Gedichte für sie, die ins Visier der Securitate geraten war, buchstäbliche Überlebenshilfe: Sie schrieb seine Verse ab und hängte sie als Plakate in ihrem Zimmer auf, sie konnte sie auswendig und suchte in ihren festgefügten Reimen Halt“.

Die gesamte Rezension von Daniela Strigl ist auf der Webseite des Literaturhauses zu lesen.
Theodor Kramer: Die Wahrheit ist, man hat mir nichts getan. Gedichte
Herausgegeben und mit einem Nachwort von Herta Müller.
Wien: Zsolnay, 1999. 203 S., geb.

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Fotoalben online

25 Jahre Theodor Kramer Gesellschaft:
Festveranstaltung im Parlament. Fotos: Wladimir Fried
Festveranstaltung im Parlament. Fotos: Carina Ott
Symposium "Subjekt des Erinnerns?" Freitag und Buchpräsentation Georg Stefan Troller: Wohin und zurück
Symposium "Subjekt des Erinnerns?" Samstag
Georg Stefan Troller präsentiert die Axel-Corti-Trilogie: - Wohin und zurück im Metrokino

Lesung Nahid Bagheri-Goldschmied und Isaak Malach im Rep. Club
Lesung Hedwig Brenner im Jüdischen Museum
Bruno Schwebel im Literaturbuffet und in Neulengbach
Schiele Fest 2009 in St. Pölten

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Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien für Konstantin Kaiser

Konstantin Kaiser und Mozes Heinschink erhielten heute in einer feierlichen Ehrung das Goldene Verdienstzeichen von Kulturstadt Andreas Mailath-Pokorny überreicht. Vladimir Vertlib hielt die Laudatio für Konstantin, Dieter Halwachs sprach für Mozes Heinschink. Ruža Nikolić-Lakatos, Harri Stojka, Josef Brachner und Moša Šišic sangen, spielten und geigten auf.

Ausführlicher Bericht hier in der Rathauskorrespondenz.

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Noch am Abend nach der Festveranstaltung im Nationalratssitzungssaal sandte die Parlamentskorrespondenz eine Pressemeldung aus:
Nationalratspräsidentin Barbara Prammer lud heute Abend aus Anlass des 25jährigen Bestehens der Theodor Kramer Gesellschaft, die sich um Kenntnis und Verbreitung österreichischer Exilliteratur verdient macht, zu einem Festakt ins Hohe Haus.

Prammer erinnerte eingangs daran, dass sie bereits 2008 mit der Gesellschaft eine Veranstaltung ausgerichtet habe, die ob der großen Teilnehmerzahl in den Plenarsaal habe verlegt werden müssen. Dies sei auch diesmal der Fall, da das Interesse an der Thematik erfreulich groß sei. Die heutige Veranstaltung sei gleichsam der Auftakt zu den Feierlichkeiten anlässlich 25 Jahre Kramer Gesellschaft, und ein Symposion, das in den folgenden Tagen stattfinde, werde die Themen, derer sich die Gesellschaft angenommen habe, noch vertiefen.
Kramer habe die Tätigkeit der Gesellschaft durch sein Wirken und seine Persönlichkeit geprägt. Das Exil, das "Fremdsein in einem Land", das "nicht Dazugehören" seien die Themen, mit denen sich die Kramer Gesellschaft auseinandersetze. Es gebe an dieser Stelle eine Verantwortung Österreichs, die im Hier und Jetzt wahrgenommen werden müsse.
Die Republik sei in dieser Frage leider lange säumig gewesen, die Kramer Gesellschaft aber habe einen ganz wichtigen Baustein gelegt, denn sie holte die Künstlerinnen und Künstler gedanklich nach Hause und gab sie Österreich so zurück. Die offizielle Unterstützung setzte leider erst spät ein, und sie sei, so Prammer, immer noch entwicklungsfähig.
Verfolgung, Vertreibung und Flucht stünden auch heute noch auf der Tagesordnung, und umso wichtiger sei es, aus der Geschichte Lehren zu ziehen und die Grundfesten der Demokratie zu verteidigen und auszubauen. Es müsse gelingen, aus der Vergangenheit jene Kraft zu schöpfen, sich der gemeinsamen Verantwortung zu stellen, und so sei an dieser Stelle auch ein Auftrag wahrzunehmen, nämlich die Stimmen der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen in jenes Gebäude zu holen, welches das Zentrum der Demokratie ist. Dies sei heute erneut der Fall und werde auch in Zukunft so sein, schloss Prammer.

Der weitere Text der Pressemeldung.

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!ACHTUNG WICHTIG!

Betrifft Filmvorführung "Wohin und zurück" im Metro Kino am Sonntag, den 27.09.2009

Die FIlmvorführung findet im Metrokino statt, der Saal hat nur 175 Plätze, daher ist eine verbindliche Voranmeldung unbedingt notwendig.
Anmeldungen per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. oder telefonisch unter 01/7208384.

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Mittwoch, 23. September 2009, 14:05 Uhr
Ö1 Von Tag zu Tag.
Vor einem Vierteljahrhundert wurde die Theodor-Kramer-Gesellschaft gegründet - ihr Ziel: Die Erforschung und Veröffentlichung der Literatur aus Exil und Widerstand, in der Folge der Kontakt zu Autoren und Autorinnen in aller Welt, seit acht Jahren wird auch der Theodor-Kramer-Preis vergeben.
Die österreichische Literatur ist so in dieser Zeit um vieles reicher geworden. Für viele vom Nationalsozialismus Vertriebene kamen das Interesse und die Ehrungen spät. Die Bedeutung der Erinnerung ist Thema eines Symposiums am kommenden Freitag und Samstag.
Über 25 Jahre Forschung und Auseinandersetzung mit dem Verdrängen spricht Johann Kneihs mit der Historikerin und Exilforscherin Siglinde Bolbecher und dem Theaterwissenschaftler Peter Roessler.

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Hans-Christian Heintschel schreibt zu 25 Jahre Theodor Kramer Gesellschaft im Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien (MA 53)
Theodor Kramer-Gesellschaft feiert 25 Jahre mit Symposium (1)
Utl.: Finanznöte im Jubiläumsjahr - Wichtiger Impulsgeber zur Aufarbeitung der Exil-Literatur - Symposium in der Alten Schmiede
und
Theodor Kramer: Halbvergessener Dichter der Zwischenkriegszeit (2)

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Soeben kam aus der Druckerei:

Isaak Malach "Isja, ein Kind des Krieges"

Seine Erinnerungen an die Kindheit, an die Flucht nach Usbekistan, aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Sie führen in eindringlicher Weise vor Augen, was Millionen Flüchtlinge, die aus den von Nazideutschland eroberten Gebieten in den Osten der Sowjetunion evakuiert waren, zu erleiden hatten. Die russischen Juden waren besonders betroffen...

Isaak Malak: Isja, ein Kind des Krieges. Eine Erinnerung. Nachwort von Veronika Seyr. Deutsche Bearbeitung von Konstantin Kaiser in Zusammenarbeit mit dem Autor und Emilia Malach. Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2009. 176 Seiten. ISBN 978-3-901602-35-1 Euro 18,-/SFr 27,-

 

 

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Im Webalbum können Sie die Fotos mit Bruno Schwebel bei den Veranstaltungen in Neulengbach und in der Buchhandlung Literaturbuffet sehen (Sept. 2009).

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25 Jahre Theodor Kramer Gesellschaft - wir feiern!

Festveranstaltung

Symposium

Buchpräsentation

Filmführung

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Theodor Kramer Preisträger 2009 Josef Burg ist tot

Der geborene Österreicher und letzte jiddische Dichter der Ukraine Josef Burg verstarb nach einem Schlaganfall am Montag, den 10. August 2009, in seiner Wohnung in Czernowitz (heute Chernivtsi) in der ehemaligen Landhausgasse im 98. Lebensjahr. Mit ihm geht – und in diesem Fall stimmt das vielstrapazierte Klischee - eine Ära zu Ende. Der letzte Höhepunkt im langen Leben des Ehrenbürgers der Stadt Czernowitz war die Erfüllung eines oft geäußerten  Wunsches, die Verleihung eines namhaften Literaturpreises. Anfang Mai 2009 überreichte Erhard Busek, der ihn als Vizekanzler nach Öffnung des Eisernen Vorhanges als erster nach Österreich eingeladen hatte, und Marianne Gruber, die Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Literatur, dem Autor den Preis in seiner Wohnung, die er aus Gesundheitsgründen seit Jahren nicht mehr verlassen hatte können. Am 15. Mai fand in Krems-Stein die offizielle Preisverleihung stand. Laudator war sein oftmaliger Übersetzer aus dem Jiddischen, Armin Eidherr, und aus dem Werk Josef Burgs („Der Zaddik“) las sein langjähriger Freund und Unterstützer Felix Mitterer.

Zur Begründung für die Zuerkennung des Theodor Kramer Preises 2009, den er gemeinsam mit der in Czernowitz geborenen Schriftstellerin Ilana Shmueli erhielt.

Die angefügte Kurzbiographie verzeichnete folgende Stationen des Schriftstellers, dessen gepflegtes altösterreichisches Deutsch den Germanisten Schmidt-Dengler stets begeisterte:

Josef Burg, geb. 30.5. 1912 in Wischnitz in der Bukowina – 10.8. 2009 Czernowitz. Vater: Flößer. Schule und Lehrerseminar des "Jüdischen Schul-Vereins" in Czernowitz. 1934 erste Erzählung in der jiddischen Zeitschrift "tscher­nowizer bleter". 1935-38 Studium der Germa­nistik in Wien. Bekannt­schaft mit den jiddischen Autoren Mendel Neugröschel, Ber Horowitz, Melech Rawitsch. 1941 Flucht in die Sowjetunion. Deutschlehrer in der Wolgadeutschen Republik und Hochschulleh­rer in Iwanowo. 1959 Rückkehr ins mittlerweile ukrainische Czernowitz. Lehrer und freier Schriftsteller; seine Erzählungen werden in der seit 1961 in Moskau erscheinenden jiddischen Zeitschrift "ssowetisch hejmland", aber auch in den USA, in Israel und Polen veröffentlicht. Ab 1990 gab er in Czer­nowitz eine jiddische Monatszeitschrift unter dem Namen der 1938 zwangseingestellten "tschernowizer bleter" heraus. Zu seinem 80. Geburtstag wurde in Czernowitz eine Festschrift zu seinen Ehren veröffentlicht. 1992 erhielt er den israelischen Segal-Preis für Literatur, 1993 wurde ihm der Ehrentitel "Ver­dienter Kultur­schaffender der Ukraine", 1997 das Österreichi­sche Ehrenkreuz für Wissen­schaft und Kunst I. Klasse verliehen. Burgs Werke erscheinen, übersetzt von Beate Petras und Armin Eidherr, seit 2004 in der Reihe "Der Erzähler Josef Burg" im Verlag Hans Boldt, Winsen/Luhe (BRD).

  

Josef Burg nahm am 2. Mai 2009 in seiner Wohnung in Czernowitz den Theodor Kramer Preis entgegen. Übergeben wurde ihm der Preis von Minister a. D. Dr. Erhard Busek und von der Schriftstellerin Marianne Gruber, Leiterin der Österreichischen Gesellschaft für Literatur
Anwesend waren auch der Historiker Sergij Osatschuk, der Litera­turwissenschaftler Peter Rychlo und Herr Weninger von der Österreich-Kooperation. Burg empfing die Delegation am Schreibtisch sitzend in blauem Anzug und bedankte sich in einer halbstündigen, frei gehaltenen Ansprache. Nebenbei merkte er an, daß er jetzt doch auch 100 Jahre alt werden möchte. Am 30. Mai 2009 feierte er seinen 97. Geburtstag.
Aus: ZW 1-2/2009, Juli 2009, S.5

Bücher: afn tschermosch (Auf dem Czeremosz, Bukarest 1939; deutsch: Winsen 2005); ssam (Gift, Czernowitz 1940; deutsch: Winsen 2005); doss lebn gejt wajter (Das Leben geht weiter, Moskau 1980); iberruf fun zajtn (Über die Zeiten hinweg, Mos­kau 1983); a farsch­petikter echo (Ein verspätetes Echo, Moskau 1990; deutsch: München 1999); Ein Gesang über allen Gesän­gen (Leipzig 1988); Sterne altern nicht (Winsen 2004); Dämme­rung (Winsen 2005); Mein Czernowitz (Winsen 2006); Begeg­nungen. Eine Karpatenreise (Winsen 2006); Über jiddische Dich­ter (Winsen 2007); Ein Stück trockenes Brot (Winsen 2008).

Ö1 zum Tod von Josef Burg.
Der Standard vom 10.8.2009.

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Subjekt des Erinnerns?
Internationales Symosium aus Anlaß des 25jährigen Bestehens der Theodor Kramer Gesellschaft

Alle Informationen zum Symposium wie Teilnehmerinnen un dProgramm finden Sie unter dem Punkt Veranstaltungen

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"Grußbotschaft" von Elfriede Jelinek zum 25jährigen Bestehen der Theodor Kramer Gesellschaft und zum Symposium "Subjekt des Erinnerns?", 25. Juni 2009

Elfriede Jelinek bei der Buchpräsentation von "Flüchtlingskinder" von Claire Felsenburg am 27.2.2003 in ESRA.
Foto: Nina Jakl  

 

 Zur Erinnerung

Wir werden an uns noch viel zu arbeiten haben, um uns erinnern zu dürfen. Aber sich nicht zu erinnern, das ist nicht möglich. Es ist ein Arbeiten, um sich erinnern zu dürfen, wie um angeblich Unveränderliches zu ändern, was beides zusammengehört. Davor muß etwas geschehen sein. Wir müssen uns erinnern, schon deshalb, weil so vielen Subjekten das Erinnern genommen worden ist, denn es ist ihnen das Leben genommen worden. Der Lebensfaden ist ihnen von einem Mörderstaat abgeschnitten worden. Wir stehen für die Toten und Verfolgten ein und erinnern uns an sie und an ihrer Stelle (ohne sie je einnehmen zu können), weil es ohne dieses ständige Hervorholen der Vergangenheit nicht geht. Die Theodor Kramer Gesellschaft betreibt das Erinnern, das heißt, sie zwingt unsere Augen in eine bestimmte Blickrichtung. Wenn sie erwartungsfroh in die Zukunft schauen wollen, dann werden sie erst einmal in den Dienst des Vergangenen gestellt, weil die Zukunft anders nicht zu bekommen ist. Zukunft gibt es nicht mit Preisnachlaß und gratis schon gar nicht. Das Unterlassen, das Ausruhen und das Abstandnehmen wie das Abstandhalten können den Augen nicht gestattet werden.
Halten Sie Abstand, hier gibt es nichts zu sehen!, sagt der Polizist bei einem Unfall, den aber jeder Vorbeikommende unbedingt sehen muß, gerade weil er ja Abstand halten soll. Der Passant kann sich nicht mehr abwenden, obwohl ein Befehl an ihn ergangen ist. Jedes Auto soll Abstand halten, damit nichts passiert, wir aber dürfen zum Geschehenen keinen Abstand nehmen und keine Auszeit. Auch aus dem Grund: damit nicht wieder was passiert. Das Vergangene kann ja auch keine Auszeit nehmen, denn die Zeit ist nie aus, sie hält nie an, und sie kann nichts mehr von dem zurücknehmen, was geschehen ist. Für die Vergangenheit gibt es kein Umtauschrecht.

Woran sollen wir uns erinnern, was dürfen und was müssen wir vergessen? Können wir etwas vergessen, weil es nachträglich ja doch nicht zu ändern ist, im Sinne des "Glücklich ist, wer vergißt"? Gibt es eine Belohnung B und wäre sie nur ein glückliches Leben, was heißt "nur", das ist eh das Beste, das man kriegen kann! B fürs Vergessen? Und wird bestraft, wer sich erinnert?
Das kannst du vergessen!, bedeutet, daß etwas nicht möglich sein wird, daß es einem nicht gewährt wird. Wer darf die Schranke heben und durchgehen, für wen wird sie gesenkt? Wer oder was ist das Subjekt des Erinnerns? Was ist gemeint? Wie kann man dazu gebracht werden, sich an bestimmte Dinge der Vergangenheit zu erinnern, auch wenn man das gar nicht will? Worin besteht der Zwang (den es ohnedies nicht gibt), sich an historische Ereignisse, in die das eigene Land schuldhaft verstrickt war, zu erinnern?
An die Aufgabe, das zu definieren und zu klären, will dieses Symposion wahrscheinlich gehen, denke ich mir. Ich wünsche ihm Glück zu dieser Arbeit. Aber welche Arbeit ist das? Warum muß sie eigentlich getan werden? Zu klären wird auch sein, warum es dieses Muß gibt. Das Selbstverständliche ist trotzdem dazu da, verstanden zu werden, weil es ja sonst kein Selbst mehr gibt und man fort ist, ohne je dagewesen zu sein.

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Preisverleihung: Bruno-Kreisky-Preis für das Politische Buch 2008

28. Juni 2009, 11 Uhr, Börsesäle Wien - Wipplingerstraße 34

Ablauf:

Begrüßung durch Karl Duffek

Festrede und Begründung der Anerkennunspreise durch Hannes Swoboda

Dankesworte AnerkennungspreisträgerInnen: Markus J. Prutsch, Wolfgang Maderthaner/Helmut Konrad

Rede von Christoph Matznetter zum Sonderpreis für verlegerische Leistungen

Dankesrede Verlag – Konstantin Kaiser

Begründung des Hauptpreises durch Hannes Swoboda

Dankesrede Robert Reich

13.00 Uhr   Ende der Veranstaltung

Im Anschluß Mittagessen für geladene Gäste im Restaurant „Kupferdachl“

Der Sonderpreis des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Österreich für besondere verlegerische Leistungen wurde der Theodor Kramer Gesellschaft zuerkannt und ist mit Euro 2.000,- dotiert.

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www.vertreibung-petition.de

Petition der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft: Ergänzung des Zentrums gegen Vertreibung.

Liebe Freundinnen und Freunde,

die Vertreibung fing 1933 an. Und zwar mit den Intellektuellen, den Künstlern, kritischen Schriftstellern, Journalisten und vielen jüdischen Bürgern. Das Schicksal der Else Lasker-Schüler ist hierfür exemplarisch.
Wenn die Bundesrepublik Deutschland ein "Zentrum gegen Vertreibung" unterstützt und mit Steuergeldern ausstattet, so darf diese erste Vertreibung nicht ausgeklammert werden.
Die Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft hat deshalb eine Online-Petition beim Deutschen Bundestag einrichten lassen. Bis zum 11.6.2009 müssen sich 50.000 Menschen dort eintragen, damit sich der Petitionsausschuss (und dann das Parlament) mit dem Projekt eines erweiterten, eines historisch korrekten "Zentrums" befasst, das auch im Ausland und vor allem in den einst okkupierten Ländern akzeptiert werden kann.

Wenn Sie diese Initiative unterstützen möchten, bitten wir Sie um
1.) weitermailen an Ihre Mailingliste und
2.) um Eintragung auf der Petitionsseite

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petit

Der Einfachheit halber haben wir die Website
www.vertreibung-petition.de
eingerichtet, wo Sie alle Informationen finden, wie Sie unterzeichnen können. Auch eine Anleitung, denn das Verfahren ist ein wenig umständlich.

Erstunterzeichner sind u.a. die Schauspielerin Hannelore Hoger, Bischöfin Maria Jepsen, Rudolf Dreßler, Ralph Giordano, Jiri Grusa, Reiner Kunze, Wladyslaw Bartoszewski, Guntram Schneider (DGB-Vorsitzender Bezirk NRW), Hans Peters, DGB-Regionsvorsitzender, Wuppertal), Johannes Gerster (Deutsch-Israel. Gesellschaft), Dr. Ingo Haar, Historiker (Uni Wien). Inzwischen auch von Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, Friedrich Schorlemmer, Iris Berben und Norbert Blüm.
Unterstützt wird das Anliegen u.a. vom Deutschen Journalistenverband (djv),den Naturfreunden Deutschlands u. Österreichs, dem "Exil-PEN", den Kölner und Düsseldorfer Gesellschaften f. Christlich-Jüdische Zusammenarbeit sowie von der Aktion Sühnezeichen.
Bitte leiten Sie diese Mail an möglichst viele Menschen weiter! Ein auszudruckendes Formular, das unterschrieben an die ELS-Gesellschaft gefaxt oder geschickt werden kann, ist unter Telefon 0202-305198 oder per mail anzufordern:

Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

Mit herzlichem Dank
Ihr Andreas Schäfer (im Namen von Hajo Jahn, dem Vorsitzenden der ELS-Gesellschaft)
Kanalstr. 67, 42657 Solingen, Germany
Tel.: + 49 212 599 70 01
Fax: + 49 212 599 70 02
Mobil: + 49 177 579 55 69 

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FOTOS

Webalben sind online:

Vorstellung der Theodor Kramer PreisträgerInnen in ESRA

Theodor Kramer Preis 2009 an Ilana Shmueli und Josef Burg: Preisverleihung am 15. Mai 2009 in Krems

Eröffnung 100. Station des Wegs der Erinnerung in Wien, Leopoldstadt am 17. Mai 2009

Lesung von Margit Bartfeld-Felder und Ilana Shmueli im Republikanischen Club in Wien, 21. Oktober 2008


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Gerd Baumgartner ist tot. Die Theodor Kramer Gesellschaft trauert um ihr langjähriges Mitglied und ihren Freund, der am 13. Mai 2009 nach langer Krankheit verstorben ist. Gerd Baumgartner, emerit. Rechtsanwalt, geb. am 28. 4. 1943 in Wien, 1965 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Wien, 1973 bis 2006 Rechtsanwalt in Wien; langjährige Recherchen zu Leben, Werk und Umfeld Walther Rodes, zu dem er auch eine Reihe von Arbeiten veröffentlichte. Zuletzt 2007 die vierbändige Werkausgabe Rodes im Löcker-Verlag.

Die Trauerfeier findet am Freitag, den 29. Mai 2009, um 15 Uhr in der Feuerhalle Wien-Simmering statt.


 

 

 

Das Bild zeigt Gerd Baumgartner beim Zwischenwelt-Fest 2003 in der Kirche am Mexikoplatz. Foto: Nina Jakl. 



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Die Theodor Kramer Gesellschaft trauert um ihr langjähriges Mitglied Fritz Muliar (12.12.1919 – 4.5.2009). Fritz Muliar, am 12.12.1919 als Friedrich Ludwig Stand geboren, war Schaupieler und Regisseur. Als leiblicher Sohn eines k. u. k. Offiziers, einer linksorientierten Mutter und eines jüdisches Stiefvaters war sein familiärer Hintergrund multikulturell geprägt. während des 2. Weltkrieges war Muliar fünf Jahre in Gefangenschaft; er bezeichnete sich als politischen Menschen, nicht aber politischen Schauspieler.
Mit 16 Jahren begann er seine Schauspielskarriere im Konservatorium der Stadt Wien, am Sonntag, den 3. Mai 2009 stand er zum letzten Mal auf der Bühne des Theaters der Josefstadt.
Am 12. Mai 2009 wird Fritz Muliar zu Grabe getragen, die Trauerfeier beginnt um 14. Uhr (Zentralfriedhof, Halle 2).


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Die Theodor Kramer Gesellschaft trauert um Elfriede Gerstl (1932 – 2009). Elfriede Gerstl, geb. 1932 Wien, Tochter eines jüdischen Zahnarztes. Überlebte die NS-Zeit mit ihrer Mutter in einem Versteck in Wien. 1952 Externistenmatura. 1955 erste Veröffentlichung. Kontakt zur „Wiener Gruppe“. 1964-71 in Berlin. Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Georg Trakl-Preis und Erich Fried-Preis (beide 1999). Lebte bis zu ihrem Tod in Wien (aus: In welcher Sprache träumen Sie? Österreichische Exillyrik, hg. von Miguel Herz-Kestranek, Konstantin Kaiser und Daniela Strigl. 2008 las Elfriede Gerstl im Parlament bei der Buchpräsentation von „In welcher Sprache träumen Sie?“ und mit Siglinde Bolbecher und Julian Schutting bei der Eröffnung der Theodor Kramer-Wanderausstellung im Aktionsradius Wien zum 50. Todestag Theodor Kramers. (Wien, 9.4.2009)

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Es erreichten uns zur Auszeichnung viele Glückwünsche aus aller Welt. - Wir danken Euch für die lieben Worte!
Eine Antwort - stellvertretend -  kam am 5. April 2009 per eMail aus Buenos Aires, Argentinien:
Liebe Freunde!
Wir gratulieren ganz herzlich anlâsslich der Verleihung des Sonderpreises des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Ôsterreich fûr besondere verlegerische Leistungen. Niemand weiss besser als wir, wie sehr Ihr eine solche Ehrung verdient.   Ebenso wollen wir geistig anwesend sein bei der anlâsslich des 90. Geburtstages der lieben Edith West stattfindenden Ehrung von ihr und Arthur.
Wir grûssen Edith und Euch alle mit einer herzlichen Umarmung.
                          Gerti und Alfredo Bauer

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Der Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft freut sich über eine Auszeichnung im Rahmen des Bruno-Kreisky-Preises für das Politische Buch 2008: Der Sonderpreis des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Österreich für besondere verlegerische Leistungen wurde der Theodor Kramer Gesellschaft zuerkannt und ist mit Euro 2.000,- dotiert. Die Preisverleihung wird höchstwahrscheinlich am Sonntag, 28. Juni 2009, 11.00 Uhr, in der Alten Börse stattfinden. (Wien, 2.4.2008)

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WIR PLANEN

Subjekt des Erinnerns?
Internationales Symposium, Wien, 25. – 26. September 2009
Einladung zur Teilnahme – Call for papers


Die Theodor Kramer Gesellschaft, gegründet 1984, bemüht sich nun seit 25 Jahren durch geduldige Arbeit um Verständnis für Literatur und Kultur des Exils und des Widerstandes. Ihre Zeitschrift Zwischenwelt und die seit 1990 erschienenen Jahrbücher sind inzwischen zu einem Gedächtnisort, zu einem Archiv des Wissens um und des Erinnerns an Verfolgung, Exil, Widerstand geworden. Kern und Zentrum vieler Bemühungen, unabhängig davon ob es sich um literarisch-künstlerische oder wissenschaftliche Beiträge und Arbeiten handelt, ist die Kraft des Erinnerns und die je spezifische Auseinandersetzung mit Erinnertem durch SchriftstellerInnen, KünstlerInnen, ZeitzeugInnen und WissenschaftlerI-innen aus vielen Fachgebieten.
Ein wichtiger Beweggrund für die Frage nach dem Subjekt des Erinnerns ist, daß zunehmend das Korrektiv der Beteiligten, die Zeitgenossenschaft abgeht und die berühmte Versachlichung nicht unbedingt einen kulturellen Fortschritt bedeutet: Es geht also auch um die gelebte Differenz, die mächtig ist, kulturelle und politische Überlieferungen auszuformen im Unterschied zur bloßen Distanzierung vom historisch Geschehenen.

Mit dem Symposion soll nach der Subjektivität jener gefragt werden, die diese Erinnerungs-arbeit tun oder auf die eine oder andere Art und Weise auf sich neh-men, nach den Individuen, nach den Subjekten, nach den Trägern dieser geduldigen Arbeit um Verständnis und Erkenntnis; ein Vorstoß zu den eigenen Motiven ohne Selbstzerfleischung. Reflektiert und berichtet werden soll über das eigene Tun, über sich selbst, z.B. etwa:
– über die individuellen Voraussetzungen, die prägenden Erfahrungen, die ge-schichtlich-gesellschaftlichen Bedingungen des persönlichen Engagements;
– über die konkreten Anlässe einer der Verfolgung, dem Exil und dem Widerstand offenen Er-innerungsarbeit;
– wie diese Arbeit auf die Erinnernden selbst zurückwirkte, ihnen neue Zugänge zu sich selbst und zu anderen erschloß oder verschloß;
– an welchen Themen sich Erinnerungsarbeit zuerst und vor allem entfaltet hat und welche Dynamik daraus entstand;
– über die aus diesem Engagement resultierenden Konflikte mit eigenem Selbstverständnis oder mit sozialen und politisch-ideologischen Instanzen;
– welche Situation sich für die Erinnerungsarbeit daraus ergibt, dass sie sich unvermeidlich im Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Pionierarbeit und historischem Zu-Spät-Kommen bewegt;
– welche Möglichkeiten des Zusammenwirkens mit anderen 'Subjekten des Erinnerns' sich gerade durch die Erforschung des Exils ergaben; – wie sich durch die Auseinandersetzung mit Verfolgung, Exil Widerstand das Verhältnis zu Erschei-nungen der Gegenwart verändert hat;
– in welchen europäischen Erinnerungs-Traditionen wir selbst stehen, und inwiefern Erinnerungsakte auch durch nationale Gedenktraditionen mitgeprägt sind;
– ob in der eigenen wissenschaftliche Arbeit überhaupt Raum war für Reflexion der Subjektivität, der Erkenntnisinteressen, Wahl des Forschungsgegenstandes, für die Entwicklung theoretischer Vorstellungen von Geschichte und Geschichtsprozess, Subjekt, Gesellschaft, Kunst?

Alle diese Fragen sind nur als Anregungen zu verstehen und als Versuch, das Thema zu veranschaulichen. Die Referate sind auf eine Zeitdauer von 10–15 Minuten beschränkt und müssen auf einer schriftlichen Ausarbeitung beruhen.
Die jeweiligen literarischen, künstlerischen und/oder wissen-schaftlichen Leistungen stehen hier nicht im Mittelpunkt des Interesses, sondern: wer erinnert wann, wo, wie, warum/ weshalb, wozu?

Das Symposium wird von einer Arbeitsgruppe des Vorstands der Theodor Kramer Gesellschaft koordiniert: Helene Belndorfer, Siglinde Bolbecher, Konstantin Kaiser, Karl Müller,
Peter Roessler, Herbert Staud. Bitte kontaktieren Sie uns! ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. )