AKTUELLES

 

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Hier kommen Sie direkt zu unseren aktuellen Veranstaltungen! 

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Theodor Kramer Preis 2012

Der 12. Theodor Kramer Preis für Schreiben im Widerstand und Exil wird 2012
an Eva Kollisch verliehen.

Lesen Sie mehr dazu unter Theodor Kramer Preis 2012.

Pressemappe Theodor Kramer Preis 2012 Eva Kollisch  

Pressefoto (Czernin-Verlag)

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EXIL – EIN LESEBUCH - Exilliteratur und Exilforschung. Lesung und Diskussion.
Dienstag, 22. Mai 2012, 19 Uhr, im Republikanischen Club –Neues Österreich, 1010 Wien, Rockhgasse 1

Mit den HerausgeberInnen : Alexander Emanuely, Judith Goetz und AutorInnen.

Eine Kooperation zwischen der Österreichischen HochschülerInnenschaft und der Theodor Kramer Gesellschaft.

Infos dazu auch unter: www.repclub.at 

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Gerald Stourzh und Marlies Deskovic laden herzlich ein zur

Lesung aus den Büchern von MARGIT BARTFELD-FELLER. Von Czernowitz in die sibirische Verbannung
am Mittwoch, den 23. Mai 2012, um 18 Uhr, im Theatersaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 1010 Wien, Sonnenfelsgasse 19

Es lesen: Margit Bartfeld-Feller und Gerald Stourzh
Anschließend Gespräch mit der Autorin bei Brot und Wein 
Die Autorin freut sich, ihre Bücher zu signieren

Anmeldung bitte unter: 01/5336196 oder 01/44025 91 
bzw. unter:   Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

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Wir gratulieren der Stellvertretenden Vorsitzenden der Theodor Kramer Gesellschaft, Siglinde Bolbecher

Am 21. März 2012 wurde Siglinde Bolbecher im Parlament in Anwesenheit vieler Freundinnen und Freunde das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich übergeben. Schon Nationalratspräsidentin Barbara Prammer hob in ihrer Begrüßung Siglindes Verdienste und ihre Pionierarbeit auf dem Gebiet der Exilforschung hervor, eine Arbeit, die von Siglinde schon in den späten 1970er Jahren begonnen wurde.
Peter Roessler erinnerte sich in seiner Laudatio an gemeinsame Arbeiten, wie die an der Ausstellung samt begleitender Publikation "Kabarett und Satire im Widerstand 1933-1945" (1985), hob Siglindes Vielseitigkeit und Fähigkeit, in der Gruppe, im Team zu arbeiten, ebenso hervor wie ihre investigativen Fähigkeiten und ihre Urteilsfähigkeit. Drei große Leistungen Siglindes führte er an: das 2000 erschienene Lexikon der österreischischen Exilliteratur, die Zeitschrift "Mit der Ziehharmonika" bzw. "Zwischenwelt" seit 1984, die Buchreihe "Antifaschistische Literatur und Exilliteratur - Studien und Texte" seit 1987. - Die Laudatio wird im April-Heft (Nr. 1-2/2012) der "Zwischenwelt" nachzulesen sein.
In den von Siglinde Bolbecher gesprochenen Dankesworten ging sie vor allem auf ihre eigene Haltung, auf ihre Motive und ihre Glücksmomente und ein wenig auch auf die großen Belastungen und Schwierigkeiten ihrer Arbeit ein.
Beatrix Neundlinger mit instrumenteller Begleitung sang Lieder nach Texten von Heinz Rudolf Unger und Theodor Kramer. Auch bei der Verleihung des Theodor Kramer Preises am 25. Mai in Krems-Stein wird sie wieder dabei sein.

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Unser neuestes Zwischenwelt-Heft:

Jg. 28 Nr. 4, Jänner 2012

Bestellung unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. (Euro 9,- / SFr 13,50)

Bitte melden Sie uns, falls Sie als Mitglied oder Abonnent das Heft noch nicht erhalten haben.

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Neues vom Verlag der TKG:


Alfredo Bauer: Die Vorgänger 

Die fünf Romane, aus denen sich die Pentalogie „Die Vorgänger“ zusammensetzt, stellen eines der Hauptwerke der österreichischen Exilliteratur dar. Es ist eine große Abrechnung mit der Geschichte von 1848 bis 1938, mit den Siegen und Niederlagen im Kampf um jüdische Emanzipation, Demokratie und soziale Gerechtigkeit in Österreich. 
Alfredo Bauers Romanzyklus „Los compañeros antepasados“ erschien bereits Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre auf Spanisch in Buenos Aires und liegt nun erstmals vollständig in deutscher Übersetzung vor. Mit der souveränen Naivität des geborenen Erzählers verwebt Bauer Zeitgeschichte und Fiktion, Familien- und Weltgeschichte, trügerischen Glanz und werktätiges Streben im Leben seiner Figuren. Und den Bewohnern des Landes, aus dem er flüchten musste, ruft er mit seinem Werk zu: „Hier ist die Rose, hier tanze!“

„Das, was hier nun vorliegt, ist das in einem Buch zusammengefasste Lebenswerk eines großen, unbeugsamen Mannes.“ (Felix Mitterer)

„Alfredo Bauer ist ein altmodischer Moralist, dessen positive Helden zuversichtlich sind, die Geschichte bewegen zu können.“ (Erich Hackl)

„Eine Tugend der Bauerschen Erzählweise ist die Genauigkeit, die niemals in Penibilität ausartet.“ (Literatur und Kritik)

Alfredo Bauer: Die Vorgänger. Hg. von Monika Tschuggnall. Aus dem Spanischen von A. Bauer und Christiane Barckhausen. Mit einem Vorwort von Felix Mitterer. Hardcover. 768 Seiten. ISBN: 978-3-901602-46-7. Euro 36,-.

Drucklegung gefördert durch die Stadt Wien-Kultur und das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur.

Erschienen im April 2012 !

Pressemappe_Alfredo_Bauer_Die_Vorgänger 

 
 

Zwischenwelt 12: Subjekt des Erinnerns? Hg. von Helene Belndorfer, Siglinde Bolbecher, Alexander Emanuely, Peter Roessler und Herbert Staud. Br. 320 Seiten. Preis ca. EURO 24.90; CHF 37.90. ISBN: 978-3-85435-628-8


Wer arbeitet und wozu über Vertreibung, Exil, Konzentrationslager, Widerstand? Statt der notorischen Frage nach der Zuverlässigkeit der Erinnerung fragt »Subjekt des Erinnerns?« nach den Motiven und Strategien derer, die sich erinnern und an der Erinnerung arbeiten. Das Ziel ist eine kopernikanische Wende in der Einnerungskultur, gelebte Differenz statt Distanzierung vom historisch Geschehenen. Das Buch fasst die Ergebnisse des Symposiums zum 25­jährigen Bestehen der Theodor­Kramer­Gesellschaft zusammen. InitiatorInnen von Gedenkstätten, SchriftstellerInnen, WissenschaftlerInnen kommen gleichermaßen zu Wort.

Kommt am 24. Mai 2012 aus der Druckerei!
 

 

EXIL- Ein Lesebuch
Hg. Alexander Emanuely, Judith Götz und Thomas Wallerberger. Wien : Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2012. 160 Seiten. Euro 12,-. ISBN: 978-3-901602-47-4.

Das EXIL-Lesebuch versucht die Stimmen jener Menschen in den Vordergrund zu stellen und sie einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, die als wichtige ZeitzeugInnen ihre Erfahrungen und Emotionen im Exil festhielten, wie Annette Richter, Stella Rotenberg, Otto Harpner, Anna Krommer, Bill Spira, Hermann Hakel, Berthold Viertel, Susanne Wantoch, Ernst Ritter, Bruno Schwebel und Alfredo Bauer. Das Lesebuch soll auch einen ersten Einblick in die Exilforschung ermöglichen, wichtige Erkenntnisse zusammenzufassen sowie aufgeworfenen Fragen Antworten geben. Dabei vermitteln uns die AutorInnen Susanne Alge, Rita Thalmann, Konstantin Kaiser und SIglinde Bolbecher deutlich, dass die Exilforschung weit davon entfernt ist, zum Stillstand zu kommen bzw. kommen zu dürfen. Besonders freut es uns daher auch, dass wir drei Studierende, bzw. junge ForscherInnen - Jill Meißner, Martin Krempel und Irene Messinger - dafür gewinnen konnten, ihre eigenen Arbeiten mit bislang unveröffentlichten Forschungsergebnissen für die vorliegende Publikation zur Verfügung zu stellen.
2011 ist "MÄRZ. Literatur und Gedächtnis. März 1938" in Kooperation mit der Österreichischen HochschülerInnenschaft und LICRA-Österreich erschienen. Mit "EXIL" wird die Reihe fortgesetzt, diesmal haben wir die ÖH-Salzburg als zusätzliche Kooperationspartnerin dazugewonnen. Es sind weitere Bände geplant, eines zum Widerstand und eines zum Leben der Verfolgten, Exilierten, WiderstandskämpferInnen nach 1945.

Das Buch kommt am 21.Mai 2012 aus der Druckerei!

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Wir trauern um Gerda Hoffer

Gerda Hoffer ist am Dienstag, 20. März, in Jerusalem gestorben. 
1921 in Wien als Tochter des Romanciers Stefan Pollatschek geboren, konnte sie 1938 mit ihren Eltern in die Tschechoslowakei und dann nach England flüchten. Seit 1978 lebte sie in Jerusalem und verfasste u.a. Bücher über die lange Reihe ihrer jüdischen Vorfahren, über mutige jüdische Frauen und ihr Leben in Jerusalem. Mit ihr, die seit 1990 Mitglied der Theodor Kramer Gesellschaft war, verband uns eine langjährige Freundschaft und Zusammenarbeit.

2004 erschien im Wiener Mandelbaum Verlag Stefan Pollatscheks nachgelassener großer Roman "Doktor Ascher und seine Väter", Band 20 der Reihe "Antifaschistische Literatur und Exilliteratur - Studien und Texte" - viele Jahre hatte Gerda darum gekämpft, dieses Werk ihres früh verstorbenen Vaters endlich veröffentlicht zu sehen. (Ulrike Oedl und ich arbeiteten monatelang daran.)

2011 erschienen die Lebenserinnerungen Gerdas zusammen mit denen ihrer Freundin Judith Hübner als fünfter Band der Reihe "anders erinnern" unter dem Titel "Zwei Wege ein Ziel". Evelyn Adunka und ich haben das Buch herausgegeben. Lesen Sie hier mehr zu "Zwei Wege ein Ziel".

In ihren Erinnerungen lernt man ihre Selbstironie, ihren mitunter bissigen Humor, aber auch ihre Geradlinigkeit kennen. Wien und Jerusalem haben einen besonderen Menschen verloren

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Wir trauern um Otto Tausig (1922 – 2011)

Otto Tausig, 1922 in Wien geboren, flüchtete 1938 mit einem Kindertransport nach Großbritannien, wo er als Land- und Fabrikarbeiter arbeitete. Seine Eltern flohen nach Shanghai. Der Vater starb in Shanghai an Tuberkulose. Nach dem miltärischen Zusammenbruch Frankreichs im Mai 1940 wurde Otto Tausig in England als „Enemy Alien“ interniert. 
Nach der Entlassung aus zweijähriger Internierung ging er nach London, wo er tagsüber als Schlosser arbeitete und abends im Austrian Centre und an anderen Orten mit den Austrian Youth Players an satirischen Bühnenprogrammen mitwirkte; unter anderem wurde auch Jura Soyfers „Vineta. Die versunkene Stadt“ in englischer Übersetzung aufgeführt.
1946 kehrte Otto Tausig, inzwischen verheiratet und nach den Erfahrungen der vorhergehenden Jahre als überzeugter Kommunist, in seine Heimat zurück. Er begann ein Studium am Max Reinhardt-Seminar in Wien. 1947 brachte er die erste Sammlung von Texten des 1939 im KZ Buchenwald ermordeten Jura Soyfer heraus („Vom Paradies zum Weltuntergang“).  Ab 1948 trat er als Schauspieler, Regisseur und Dramaturg am Neuen Theater in der Scala hervor. Nach der Schließung der „Scala“ 1956 kam Tausig wie andere als kommunistisch verschrieene Ensemblemitglieder in Österreich an keinem Theater mehr unter.
Er kam schließlich zum Deutschen Theater und der Volksbühne in Berlin (DDR) und wirkte als Drehbuchautor und Regisseur an satirischen Kurzspielfilmen der DEFA, den sogenannten „Stacheltier“-Produktionen, mit. 1960 wechselte Tausig ans Schauspielhaus Zürich, bevor er als freischaffender Schauspieler und Regisseur in ganz Deutschland aktiv wurde. Die Niederschlagung des „Prager Frühlings“ veranlaßte ihn, sich vom „Realen Sozialismus“ endgültig zu distanzieren. 1970 wurde er, engagiert von Gerhard Klingenberg, Ensemblemitglied und Regisseur am Wiener Burgtheater, wo er bis 1983 tätig war. In dieser Zeit gründete er eine Amnesty-International-Gruppe zur Unterstützung von politisch verfolgten Schauspielern und Künstlern.
Ab 1983 arbeitete er wieder als freischaffender Künstler im gesamten deutschsprachigen Raum. Neben seiner Theater-Karriere war er auch als Filmschauspieler und Regisseur für Film- und Fernsehproduktionen und als Professor am Max Reinhardt-Seminar tätig und Mitbegründer des Wiener „Gemeindehoftheaters“, das die Stücke Dario Fos popularisierte. 1987 gab er die Erinnerungen seiner Mutter Franziska (1895 – 1989), „Shanghai-Passage. Flucht und Exil einer Wienerin“, heraus (Neuausgabe 2007). Seine Bühnenkarriere beendete er 1999 mit der Rolle des Advokaten Schnoferl in Nestroys „Das Mädl aus der Vorstadt“ am Wiener Volkstheater. 1999 startete er die „Entwicklungshilfe für Künstler“, für die er seitdem etliche 10.000 Euro sammelte und seine gesamten Einnahmen aus Engagements und Auftritten spendete. Damit unterstützte er Kinder in der „Dritten Welt“ und Flüchtlingskinder ohne Eltern in Österreich, die im Laura Gatner-Haus in Hirtenberg unterkamen, das nach seiner im Vernichtungslager Treblinka ermordeten Großmutter benannt ist. Tausig hatte der Lebensversicherung seiner Großmutter eine beträchtliche Entschädigung für nie Ausgezahltes abgetrotzt und diese für das von der Evangelischen Diakonie geführte Heim gespendet.

2005 erschienen Tausigs von Inge Fasan aufgezeichnete Lebenserinnerungen bei Mandelbaum in Wien (Neuausgabe 2010). 2007 wurde Tausig mit dem österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse, 2009 mit dem Nestroy-Theaterpreis geehrt. Er war langjähriges Mitglied der Theodor Kramer Gesellschaft und veröffentlichte in „Zwischenwelt“ zuletzt seine Dankesrede zur Ehrenkreuz-Verleihung, in der er ohne Umschweif die Asylpolitik der österreichischen Regierung, anwesend in Person des Bundeskanzlers, attackierte. 2008 las er bei der Präsentation der Anthologie „In welcher Sprache träumen Sie?“ im Parlament Gedichte Alfredo Bauers, Stella Rotenbergs, Jura Soyfers, Berthold Viertels.
Otto Tausig verkörperte in einzigartiger Weise den durch die Erfahrung des Exils und den antifaschistischen Widerstand geprägten kritischen Humanismus und verstand es, sein Engagement stets mit seinen großen persönlichen Fähigkeiten zu verbinden.
Otto Tausig starb am 10. Oktober 2011 nach langer Krankheit im Kreise seiner Familie in Wien.

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Älteres:
 
Helga und Willy Verkauf-Verlon Preise für 2010 und 2011 an die Theodor Kramer Gesellschaft und Andreas Novak
Am Donnerstag, 24. Februar, 18 Uhr, wurde der Theodor Kramer Gesellschaft und dem Journalisten Andreas Novak dieser Preis im Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands (DÖW) übergeben.

Begrüßung: Brigitte Bailer-Galanda, wissenschaftliche Leiterin des DÖW.
Laudationes: Hannah Lessing, Generalsekretärin des Nationalfonds für Opfer des Nationalsozialismus und des Allgemeinen Entschädigungsfonds (für die Theodor Kramer Gesellschaft); Wolfgang Neugebauer, DÖW (für Andreas Novak)
Danksagung: Karl Müller, Universität Salzburg, Theodor Kramer Gesellschaft; Andreas Novak

Dieser Preis für antifaschistische österreichische Publizistik wurde von Helga und Willy Verkauf-Verlon 1991 als Zeichen ihrer Verbundenheit mit dem DÖW gestiftet. Er wird für wissenschaftliche und publizistische Leistungen vergeben.

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Dr. Karl Renner Preis der Stadt Wien an die Theodor Kramer Gesellschaft

am 20. September 2010 um 11:00 Uhr wurde der Theodor Kramer Gesellschaft der Dr. Karl Renner Preis der Stadt Wien verliehen.
Die Laudatio wurde vom Präsidenten des Verwaltungsgerichtshofs Univ.-Prof. Dr. Clemens Jabloner gehalten.


 Überreichung des Dr. Karl Renner Preises

an Univ.-Prof. Dr. Karl Müller für die Theodor Kramer Gesellschaft

 Foto: media wien

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Wir gratulieren sehr herzlich:

Goldenes Ehrenzeichen der Stadt Wien für Alfredo Bauer
Wir gratulieren Alfredo Bauer sehr herzlich zum Goldenen Ehrenzeichen der Stadt Wien!
Die Verleihung fand am 29. September 2010 im Wiener Rathaus statt.


Alfredo Bauer bei der Verleihung des Goldenen Ehrenzeichens
der Stadt Wien am 29. September 2010

 

 Fotos: media wien

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Die Gesellschaft für Exilforschung hat eine neue Homepage! - http://exilforschung.de

Die Homepage der Gesellschaft für Exilforschung ist neu konzipiert. – Z.B. unter “Aktuelles” finden Sie Hinweise auf künftige Tagungen und Calls for Papers auch von Seiten anderer Gesellschaften und Institutionen, sowie Berichte über Ausstellungen und Tagungen und die Rubrik „Suchanfragen und Angebote“.

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Konstantin Kaiser und Mozes Heinschink erhielten am 30.9.2010  in einer feierlichen Ehrung das Goldene Verdienstzeichen von Kulturstadt Andreas Mailath-Pokorny überreicht. Vladimir Vertlib hielt die Laudatio für Konstantin, Dieter Halwachs sprach für Mozes Heinschink. Ruža Nikolić-Lakatos, Harri Stojka, Josef Brachner und Moša Šišic sangen, spielten und geigten auf.

Ausführlicher Bericht hier in der Rathauskorrespondenz.

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"Grußbotschaft" von Elfriede Jelinek zum 25jährigen Bestehen der Theodor Kramer Gesellschaft und zum Symposium "Subjekt des Erinnerns?", 25. Juni 2009

Elfriede Jelinek bei der Buchpräsentation von "Flüchtlingskinder" von Claire Felsenburg am 27.2.2003 in ESRA.
Foto: Nina Jakl  

 

 Zur Erinnerung

Wir werden an uns noch viel zu arbeiten haben, um uns erinnern zu dürfen. Aber sich nicht zu erinnern, das ist nicht möglich. Es ist ein Arbeiten, um sich erinnern zu dürfen, wie um angeblich Unveränderliches zu ändern, was beides zusammengehört. Davor muß etwas geschehen sein. Wir müssen uns erinnern, schon deshalb, weil so vielen Subjekten das Erinnern genommen worden ist, denn es ist ihnen das Leben genommen worden. Der Lebensfaden ist ihnen von einem Mörderstaat abgeschnitten worden. Wir stehen für die Toten und Verfolgten ein und erinnern uns an sie und an ihrer Stelle (ohne sie je einnehmen zu können), weil es ohne dieses ständige Hervorholen der Vergangenheit nicht geht. Die Theodor Kramer Gesellschaft betreibt das Erinnern, das heißt, sie zwingt unsere Augen in eine bestimmte Blickrichtung. Wenn sie erwartungsfroh in die Zukunft schauen wollen, dann werden sie erst einmal in den Dienst des Vergangenen gestellt, weil die Zukunft anders nicht zu bekommen ist. Zukunft gibt es nicht mit Preisnachlaß und gratis schon gar nicht. Das Unterlassen, das Ausruhen und das Abstandnehmen wie das Abstandhalten können den Augen nicht gestattet werden.
Halten Sie Abstand, hier gibt es nichts zu sehen!, sagt der Polizist bei einem Unfall, den aber jeder Vorbeikommende unbedingt sehen muß, gerade weil er ja Abstand halten soll. Der Passant kann sich nicht mehr abwenden, obwohl ein Befehl an ihn ergangen ist. Jedes Auto soll Abstand halten, damit nichts passiert, wir aber dürfen zum Geschehenen keinen Abstand nehmen und keine Auszeit. Auch aus dem Grund: damit nicht wieder was passiert. Das Vergangene kann ja auch keine Auszeit nehmen, denn die Zeit ist nie aus, sie hält nie an, und sie kann nichts mehr von dem zurücknehmen, was geschehen ist. Für die Vergangenheit gibt es kein Umtauschrecht.

Woran sollen wir uns erinnern, was dürfen und was müssen wir vergessen? Können wir etwas vergessen, weil es nachträglich ja doch nicht zu ändern ist, im Sinne des "Glücklich ist, wer vergißt"? Gibt es eine Belohnung B und wäre sie nur ein glückliches Leben, was heißt "nur", das ist eh das Beste, das man kriegen kann! B fürs Vergessen? Und wird bestraft, wer sich erinnert?
Das kannst du vergessen!, bedeutet, daß etwas nicht möglich sein wird, daß es einem nicht gewährt wird. Wer darf die Schranke heben und durchgehen, für wen wird sie gesenkt? Wer oder was ist das Subjekt des Erinnerns? Was ist gemeint? Wie kann man dazu gebracht werden, sich an bestimmte Dinge der Vergangenheit zu erinnern, auch wenn man das gar nicht will? Worin besteht der Zwang (den es ohnedies nicht gibt), sich an historische Ereignisse, in die das eigene Land schuldhaft verstrickt war, zu erinnern?
An die Aufgabe, das zu definieren und zu klären, will dieses Symposion wahrscheinlich gehen, denke ich mir. Ich wünsche ihm Glück zu dieser Arbeit. Aber welche Arbeit ist das? Warum muß sie eigentlich getan werden? Zu klären wird auch sein, warum es dieses Muß gibt. Das Selbstverständliche ist trotzdem dazu da, verstanden zu werden, weil es ja sonst kein Selbst mehr gibt und man fort ist, ohne je dagewesen zu sein.

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Es erreichten uns zur Auszeichnung viele Glückwünsche aus aller Welt. - Wir danken Euch für die lieben Worte!
Eine Antwort - stellvertretend -  kam am 5. April 2009 per eMail aus Buenos Aires, Argentinien:
Liebe Freunde!
Wir gratulieren ganz herzlich anlâsslich der Verleihung des Sonderpreises des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Ôsterreich fûr besondere verlegerische Leistungen. Niemand weiss besser als wir, wie sehr Ihr eine solche Ehrung verdient.   Ebenso wollen wir geistig anwesend sein bei der anlâsslich des 90. Geburtstages der lieben Edith West stattfindenden Ehrung von ihr und Arthur.
Wir grûssen Edith und Euch alle mit einer herzlichen Umarmung.
                          Gerti und Alfredo Bauer

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